WM 2006

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Womit die Niederländer schossenÜber die Fußball WM der Menschen mit Behinderung haben wir ja schon berichtet (Endlich Nationaltrainer). Heute lesen wir in der SZ, dass Australien gegen die Niederlande mit 2:50 Toren verlor. Das Team, das in Rückstand gerät, verliert fast immer, weil die Spieler mit der drohenden Niederlage nicht klarkommen; soweit die Taschenpsychologie, aber 2:50 Tore in 90 Minuten - wie geht das?
Auf der ofiziellen WM-Seite findet sich nicht mal der aktuelle Spielplan geschweige den eine Tabelle. Und auch die Öffentlich-Rechtlichen sind nicht up to date, wo doch sonst immer das Motto gilt: “Alle Spiele, alle Tore”.
Wie ernst nehmen die Organisatoren die WM? Geschäftsführer Ralf Kuckuck äußert sich in der SZ recht kryptisch auf die Frage, was die Betroffenen von der WM haben und ob der Umgang mit der Behinderung in dieser Form nicht am Thema vorbeiginge? Der Umgang sei keineswegs falsch und was bliebe, sei, “dass es eine Zugangserleichterung zum Thema gibt. Wir wollen jetzt nachhaken und sagen da müssen wir neue Modelle machen.”
Was zum Kuckuck will der Mann damit sagen? Plant er schon die ultimative Schadensklassen-WM: Zweibeinig, Einbeinig, Keinbeinig?

P.S. Weltmeister wurde Saudi-Arabien

Die deutsche Nationalmannschaft hat Japan mit 3:0 besiegt. Das Auftaktspiel der Fußball WM der Menschen mit Behinderung fand heute vor einer Kulisse von 22.000 Zuschauern in der Duisburger MSV-Arena statt.
Die Japaner waren sicher noch erschüttert von der Eröffnungsfeier, die am Sonntag in der Kölnarena erfolgte und in einer typisch kölsch bräsigen Manier über die Bühne gebracht wurde.

Kölarena on fire

Einzig gut die Vorprogramm-Einlage der Münsteraner Tanztruppe, die vorführten, wie man über der Lektüre einer Zeitung verzweifelt, schön auch das schräge Brasil-Getrommel der Truppe Brassel Brasilikum.
Im Hauptprogramm durften dann die “Profis” ran und BAP bekam auch endlich mal wieder einen Auftritt. Klar, dass da die Gäste verwirrt wurden und sich schlecht auf ihr Spiel konzentrieren konnten.
Teilnahmekriterium für die Spieler mit Behinderung ist ein IQ von unter 75. Einige der englischen Nationalspieler, sind damit gut in der 2. Liga unterwegs. In Deutschland ist man damit sicher reif für die 1. Bundesliga.
Freuen tun wir uns, dass ein ehemaliger Kölner Trainer jetzt endlich wurde, was er immer sein wollte Nationaltrainer.
Glückwunsch Christoph Daum und alles Gute als Co-Nationaltrainer der Fußball Nationalmannschaft der Menschen mit Behinderung.

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Von Tretbrüdern

Fußball wie coitus interruptus
Nach dem WM-Aus im Achtelfinale wurde Nationalcoach Parreira abgelöst durch das Trainergespann Dunga und Jorginho. War Parreira schon schleißig für den brasilianischen Fußball, versprechen seine Nachfolger schlimmeres: Treten und Beten.
Nach Parreiras Erfolg bei der WM 1994 schrieb die Tageszeitung “Fohla de Sao Paulo”, Fußball mit Parreira sei wie coitus interruptus. Un der ehemalige Nationalspieler Sócrates erklärte vor der WM 2006 in einem Interview mit der Zeitung “Welt am Sonntag”. “Es reicht nicht aus zu sagen: ‘Was wollt ihr denn, wir sind doch Weltmeister! Die ganz entscheidende Frage ist, wie man Weltmeister wird. Das Team von 1994, das waren Italiener, aber keine Brasilianer.” Das Finale gegen Italien war schwach, denn die beiden Abwehrreihen neutralisierten sich völlig. So kam es, dass ein Finale erstmals 0:0 endete und durch Elfmeterschießen entschieden werden musste (3:2).
Auf dem Platz standen damals Carlos Dunga im Mittelfeld und Jorginho alias Jorge de Amorim Campos in der Abwehr. Beide spielten 1994 in der Bundesliga, beim damaligen Meister Bayern München. Auffällig wurden die beiden jedoch schon viel früher. Dunga für sein unermüdliches Hudeln und Jorginho für perpetuelles Beten.

Zwei Himmelhunde auf dem Weg nach Norwegen

Ära Dunga
1990 wurde der “Wunderprediger” Fernando Collor” zum Präsidenten von Brasilien gewählt. Dieser schlug einen offen neoliberalen Kurs ein. Der Traum von einem eigenen Entwicklungsweg – in der Nationalflagge mit dem Spruch “Ordem e Progreso” – “Ordnung und Fortschritt” verewigt war ausgeträumt. Collors Schlagwort war Modernisierung. Für Brasilien bedeutete das eine radikale Marktöffnung und Einbindung in den Weltmarkt. 1992 wird Collor als unredlich entlarvt und muss zurücktreten.
Während der Amtszeit Collors wird Sebastião Lazaroni Trainer der Selecão und ruft zur WM die “Ära Dunga” aus.
Dunga, das Arbeitstier im Mittelfeld, der ausdauernde Rackerer, war das Gegenstück zum klassischen brasilianischen Spieler – wie Leonidas, Pelé, Garricha u.a. die den “futbol arte” geprägt haben. Dunga stand für “futbol resultado” – “Fußball der Resultate”. Das “neue System” zur WM 1990 geriet indes zur Pleite und Lazaroni wurde zu einer der meistgehassten Personen Brasiliens.

“Bibelkreiskicker”
Jorginho, der bei Leverkusen und Bayern München unter Vertrag stand, spielte laut dem Stern nicht nur “göttlichen Fußball”, sondern gründete auch noch einen Bibelkreis für Sportler - und damit fing das Elend, was wir momentan in Gestalt vom bigotten Schlampampel Lucio, in der Bundesliga immer noch ertragen müssen.
Bei Fußballspielen T-Shirts mit der Botschaft “Jesus liebt dich” zu zeigen findet er ok, der Slogan “Gott ist treu” ist ihm dagegen zu speziell. An Deutschland hat ihm vor allem “Wiesn, Weißwurst, Meisterfeier” gut gefallen.

Gemeinsam treten und beten
Am 16. August 2006 gibt das neue brasilianische Trainergespann seinen Auftakt; die Selecão tritt in einem Freundschaftsspiel gegen Norwegen an.
So richtig freundschaftlich wird es indes nicht werden, denn die Brasilianer haben Norwegen noch nie besiegt. 1988 trennten sich die Mannschaften 1:1. 1997 verloren die Brasilianer 4:2 und in der Vorrunde der Weltmeisterschaft 1998 wurde die Seleção bei der 1:2 Niederlage regelrecht vorgeführt.
Wir sind gespannt, was diesmal passiert.

Schlochschländer

Achtung, Vorsicht, Aufgepasst! Wer jetzt immer noch Deutschländfähnchen am Auto spazieren fährt, oder gar schwarzrotgoldene Lappen aus dem Fenster hängen hat, der wird von den eifrigen Helfern künftiger Machthaber notiert, so haben wir aus gut informierter Kreisen erfahren.
Und wenn es dann soweit ist, dann werden all diese Wimpel-Simpel, mit Entblödungsschule nicht unter zwei Jahren belegt. Diese Locusleser-Kommentare seien zwingendes Beispiel und Beweis für die Notwendigkeit dieser Maßnahme.
Heilt die Schlöcher.

Grufti

Positiv

“Die französischen Fußballspieler wurden doch alle positiv getestet - als Arschlöcher” Lance Armstrong

italy kicks the world

WM - Sprüche

“Wenn du willst, kannst du das Trikot nach dem Spiel haben”
Zidane zu Materazzi, als der ihn am Trikot festhält.

“Ich bin nicht gebildet, ich weiß nicht mal, was ein Terrorist ist”
Materazzi zum Vorwurf, er habe Zidane als Terrorist beschimpft.

Die Franzosen schon vor dem Endspiel im Entmüdungsbecken.
Die Franzosen im Entmüdungsbecken vor der Partie gegen Italien
Willy (gelbe Badekappe), Zinedine und die Anderen bei der Taktikbesprechung.

Nachtrag:
Mea Culpa, das Frankreich verlor. Noch zu jedem Spiel, bei dem ich vorab auf die Qualitäten der Franzosen hinwies, hat es mit dem Siegen geklappt. Diesmal war ich am Wochenende nicht da und vergaß das siegbringende Motto rechtzeitig zu posten, schon läuft alles schief und die Coolheit der Franzosen war verflogen.

Unverdient

Das Niveau der Ländermannschaften, auch das der Guten, liegt seit mindestens 20 Jahren unter dem der besten Vereinsmannschaften.
Der Abstand ist wieder größer geworden. Bayern München hätte die WM mühelos gewonnen.
Es gibt eine recht einfache Erklärung, warum vor allem das Angriffsspiel der National-Elfen vergleichsweise unterentwickelt ist:
Des Gegners Aufbauspiel zu zerstören ist relativ fix eingepaukt. Das eigene Spiel dahingehend zu trimmen, den Zerstörern mittels filigraner Kombinationen den Wind aus dem Segel zu nehmen, braucht jedoch Zeit. Die haben aber nur die Vereinsmannschaften.
Bezeichnend war in diesem Zusammenhang das “Versagen”, der in ihren Vereinsteams so überzeugenden Spieler wie Ronaldinho, Lampert oder auch Ballack.
Passt net
Allein, das ist nicht der einzige Grund für das abermals ebärmliche Niveau der WM. Ärgerlich ist die Mutlosigkeit, mit der zu Werke (!) gegangen wurde. Argentinien hätte, bei etwas mehr Risikofreude, die Deutschen auseinander nehmen können. Die Deutschen wiederum haben den Italienern weniger Probleme bereitet als die Australier, weil es ihnen an Schneid fehlte. Wär’ doch besser gewesen mit einem 1:2 nach 90 Minuten den Abgang zu machen, als mit dieser beinahe Nullnummer.
Frankreich hat den Titel auch nicht verdient, bei aller sentimentalen Fiedelei um Zidane und sein Seniorenheim, die Blauen haben eigentlich schon vor vier Jahren die Quittung bekommen für ihr uninspiriertes Gekicke. Damals schaffte es allerdings die BRD mit noch peinlicherem Gebolze sogar bis ins Finale.
Italien schließlich hat ja auch nur gegen die Deutschen halbwegs überzeugt, der Rest war schwach gegen ziemlich schwache Gegner.
Einen Weltmeister hat die Weltmeisterschaft nicht verdient.

die Ruhe vor dem Spiel, Bild: Funny Part.com
Vor dem Halbfinalspiel gegen Portugal entspannen Willy (mit Fangopackung), Zinedine und Thierry.

Italien schlägt Deutschland hoch verdient mit 2:0. Ballack schwach, Publikum gut.
Bemerkenswert ist, dass ausgerechnet das Land einen WM-Finalisten stellt, das den Wettbewerb seit Jahren gar nicht mehr kennt, dessen 1.Liga quasi protektionistischen Prinzipien folgt.

can 'u kick it?

FIFA Urteil.
“Totti” Frings und sein deutscher Haufen haben es nicht besser verdient. Zwar war sein Stubser weniger sanktionswürdig, als jeder Blick von O. Kahn, doch er und sein Team mussten irgendwann zahlen. Der “Panzerfahrer” macht einfach zu viel mit den Pranken.

fringsen

Wir erinnern uns alle nur zu gut an den unredlichen Weg, den die deutsche Länderelf vor vier Jahren in Asien nahm. Man würgte sich gegen die erbärmlichsten Krücken irgendwie durchs Turnier und Frings’ Flosse (vs. USA) half entscheidend dabei mit. So was muss sich einfach rächen.
’schloch, äh ’schland wird wohl wegen dieser ‘Personalie’ nicht verlieren gegen die Italiener, denn Borowski ist ein mehr als guter Ersatz für den Kollegen, doch Ballack sollte schon Normalform erreichen, sonst hilft auch Dortmund nicht.

Die Geschichte mit Wayne Rooney ist der Treppenwitz dieser WM.
Nach seinem Fußbruch findet eine Wunderheilung statt und der Mann spielt gegen alle Annahmen tatsächlich mit bei der WM.
Und dann wird er in Versuchung geführt:
Wer will da widerstehen?, harter Zweikampf das Blut kocht und der Gegner fällt gerade so, dass es wie absichtslos aussehen könnte, wenn man ihm noch ‘nen ‘Kleinen’ mitgibt. Dumm natürlich, wenn der ‘Allgewaltige’ Luftlinie 2m entfernt steht. Rooney wird schwach, dätscht auf die Gurke und muss raus aus dem Paradies und mit ihm die ganze Menschheit, äh.., Mannschaft, wie das so ist bei Sünden.
 Forget about your sin - give the audience a grin
Schade, gerade begann ich mir vorzustellen, was für eine märchenhafte Endspielpaarung England – Deutschland doch wäre.
Und, - eigentlich ist Rooney unschuldig. Wer solche Fans wie Schrumpfkopf Jagger und Knalldepp Campino im Stadion hat, der ist einfach verflucht.

Auf den immer noch recht verbreiteten ‘Jesus Is Alive’ T-Shirts braucht man ja nur einen Buchstaben streichen, um der Wahrheit genüge zu tun.
An Lucio, Kaka, Ze und den Rest der brasilianischen Missionare. Wo waren sie eigentlich, eure sonst so großkotzig präsentierten Jesus-Leibchen? Bleiben die bei Niederlagen immer in der Unterhose, selbst nach dem Abschiedsspiel?
Wir haben ein passendes Liedchen für euch.
Der ebenfalls recht abergläubige Billy Preston (so genannter 5. Beatle, starb kurz vor der WM), hat schon 1969 einen Refrain für den heutigen Tag abgeliefert. Das Ständchen muß jetzt einfach sein.

Und jetzt Alle:
That’s the way god planned it
That’s the way god wants it to be

Schwaches Spiel, enttäuschende Argentinier. Äußerst nervöse Deutsche in der Anfangsphase, da hat die Albiceleste die fickerigen Panzer schwer im Griff. Nach dem 0:1 hören die Argentinier völlig unverständlicher Weise auf zu spielen. Pekerman wechselt haarsträubend. Read the rest of this entry »

Die Schiedsrichter werden allmählich doch zu einem Ärgernis. Gestern in beiden Spielen gravierende Fehlentscheidungen. Zuerst das anerkannte Abseitstor der Brasilianer, was eine relativ schlappe und unspannende 2. Halbzeit zur Folge hatte, am Abend dann erhält Henry einen Freistoss, obwohl er zuerst geschoben hat. Gewiss, dieser hätte nicht zwingend zum französischen 2:1 führen müssen, war aber der erste in einer ganzen Reihe unglücklicher Umstände (Der Freistoss wurde an genau die falsche Stelle verlängert, der Kopfball von Vieira wurde nach letztem Einsatz am aufnahmebereiten Casillas vorbei abgefälscht).So haben zwei Fehlentscheidungen Einfluss auf das Ergebnis ausgeübt. Read the rest of this entry »

Da sank er hin, vor Erschöpfung, der italienische Außenverteidiger Grosso, der sich in allerletzer Minute der regulären Spielzeit zum allerersten Mal überhaupt nach vorne geschleppt hatte, vor Schwäche schaffte er es nicht mehr über den am Boden krabbelnden Australier und irgendwie merkte man Grosso an, wie dankbar er war, dass er über diesen stolpern und sich endlich hinlegen durfte. 11er oder keiner nahm er offenbar gar nicht mehr richtig wahr, nur endlich liegen und schlafen. Hätte er es vorbei geschafft, hätte er selbst zum grossen italienischen Helden werden können, denn er hätte freie Schussbahn gehabt, so musste Totti diesen Part übernehmen und Grosso hat sich bis zum nächsten Spiel gegen die noch ökonomischer als Italien spielenden Ukrainer hoffentlich richtig ausgeschlafen und gut erholt.

in Nürnberg. Was für ein geiles Spiel! Helden des Widerstands nennt eine portugiesische Zeitung heute die Mannschaft, die die Niederlande erfolgreich bekriegte. Von Josef S(upermann? uppenkasper?) Blatter hört man heftige Kritik am Schiedsrichter dieser „Schlacht von Nürnberg“. Ganz nebenbei, wenn Kriegsmetaphorik im Zusammenhang mit einem Fussballspiel angebracht ist, dann bei diesem Spiel. Read the rest of this entry »

Ein Lob der Regie. Wohl noch nie konnte man eine WM so gut am Bildschirm verfolgen, denn endlich wird das Spielfeld überwiegend in der (Halb-)Totalen gezeigt. Nur so ist es schließlich möglich imaginär mitzukicken.

Der hier spätestens seit ‘Ran’ grassierende Schwachsinn, ständig von der Halbtotalen auf Nahaufnahme zu wechseln, wo dann nicht viel mehr als der Ball, oft sogar nur eine Prominentenfresse zu sehen ist, hält sich doch diesmal sehr in Grenzen. Es scheint als seien endlich mal Regisseure am Werk, die sich für Fußball interessieren.

Dass in Deutschland überwiegend Leute Fußball glotzen, die davon nicht den geringsten Schimmer haben und deswegen auch eigentlich gar nicht das Spiel sehen wollen, sondern lieber brasilianische Titten, schrumpelige Funktionäre oder mongoloid dreinblickende Regierungschefinnen, dass legen Äußerungen von ARD Fassbinder, ZDF Brender und vor allem ein Interview (SZ 17.06) mit dem Regisseur V. Weicker, nahe.

deutsche Möpse
All diese “Volksvertreter” beklagen genau das, was die Klasse der aktuellen Regie ausmacht: “verspätete Zeitlupen” (also Zeitlupen, die eben nicht in eine heiße Spielphase geklotzt werden), “ein Übermaß an totalen Einstellungen”, “zu wenige Close-ups”(man will halt lieber Beckhams beginnende Glatze sehen, als Spielzüge), “kaum Zwischenschnitte auf die Zuschauer” (ergo zuwenig Möpse und Sternchen).
Unisono wird moniert, dass das Spiel dadurch “emotionsloser” werde, dass die “Geschichten nebenher” fehlen.
Euch Ahnungslosen sei gepfiffen, nach und vor dem Spiel wird doch schon alles zugeballert für euch mit “Geschichten nebenher” und während des Spieles habt ihr doch Beckmann, Rethy, Wark und Konsorten, lasst uns bitte wenigstens die Bilder von der erfreulicherweise von den deutschen Fernsehanstalten unabhängigen Regie.

Hallo Spanier! Schon mal was von K.O. System gehört?
Ihr habt ja die meiste Zeit gekickt wie Auswärts in der Champions League mit Heimspiel in Petto.

kein Heimspiel drin

Den Treffer Spaniens können wir aus technischen Gründen leider nicht zeigen.

Abshlusstrainning der Franzosen vor dem Spiel gegen Spanien

Zinedine, Fabien und Willy (mit Flipstick) beim Abschlusstraining vor dem Achtelfinalspiel gegen Spanien.

down under

Down Under

Danke für die Aufmerksamkeit. Was mich bewegt, sind folgende Fragen: Warum ist das Niveau so dermaßen schlecht? Warum stehen ausgerechnet die ehemaligen Rumpelfüßler aus D-land mit weitem Abstand (dahinter kommt Argentinien, danach Brasilien mit Abstrichen) so weit vorn, was Tempo, Effizienz, Einsatz, spektakuläre Aktionen, Kondition, ja sogar Technik und Finesse betrifft? Italien? Eine Posse. Holland? Außer Robben nur Imitate. Frankreich? Abglanz früherer Tage (und die sind ja auch schon was her).
Immerhin zeigte sich, dass das deutsche bzw. globale Fernsehen sich nicht davor scheut, einen Superstar beim Erbrechen zu zeigen. Immer voll drauf, die Kotze schön in Großaufnahme. Muss sich ja keiner für schämen.
Überhaupt scheint mir, die Fußball-WM gleicht sich allmählich einem Fantasy-Filmfest an: Lauter Horrorstreifen. Zäh, brutal und mitunter zum Erbrechen. Da macht Schweiz gg. Ukraine, das hier gerade nebenbei läuft (derzeitiger Spielstand: natürlich 0:0) keine Ausnahme.

Holland vs. Portugal war ja ein Spiel mit einigen Höchstleistungen. Den Gipfel bot der holländische Trainer Marco van Basten.
Dass er Kahlid Boulahrouz von Anfang an bringt, okay. Klar, was dessen Job ist. Den hat der ‘Hitman’ dann ja auch bravourös erledigt: Einer der gegnerischen Stars musste über die Klinge. Read the rest of this entry »

In Waldis WM-Club spulte Waldemar Hartmann ein ums andere Mal seine Bärentheorie ab, die in der Mega-Kurzfassung lautet: Deutschland wird Weltmeister, dank Bruno dem Bären. Und nu? Der Bär ist tot. Erschossen. Dito. Deutschland
scheidet im Achtelfinale gegen Argentinien aus.

toter Traum

Während die public-rechtlichen Schnarchnasen die langweiligen Brasilianer zeigten, wurde ich in einer berühmten Kölner Fussballkneipe Zeuge eines schon jetzt absoluten Klassikers dieser WM: Siehe oben. Schon eine Stunde vor dem Anpfiff war der Laden rappelvoll, die Mehrheit in kroatischer Fanuniform. Der Barmann verkündet, dass wegen des grossen Andrangs auf allen TV´s nur siehe oben gezeigt wird. Später hereinkommende Brasilienfans lassen ob dieser Info die Titten hängen. Typen, die upgepushten Möchtegernbrasilianerinnen den Hengst machen wollen, fangen Diskussionen mit dem Barmann an und werden mit dem Hinweis bedient, dass Scheißbrasilien doch in jeder Scheißbar ringsum überall spielt. Außerdem sehen Titten in kroatischrotweißkleinkariert top aus. Read the rest of this entry »

1. Halbzeit
Ja, wenn wir unsere Polen nicht hätten! Klose war ja unglaublich gut.

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Warum kann man Schiris eigentlich nicht auswechseln? Schon wieder verdirbt uns einer den Spaß an einer ehrlichen Auseinandersetzung. Lucic? Der hat nun wirklich nichts getan. Gelbe Karte rote Karte raus die “schwarze Sau”.

2. Halbzeit

Der Elfer, Pfiff Aua - Schuss Aua.

Haben ein bisschen zuviel schwarzrotgold tanken müssen. Das schwächt. Eine Pause war nötig.

Die Farbkombination macht krank, das darf inzwischen als gesichert gelten. Selbst einst halbwegs zurechnungsfähige Leute leiden an den Symptomen Realitätsverlust und Gehirnerweichung, ja es geht hin bis zur Demenz. Read the rest of this entry »

Wir hätten es den Angolanern gegönnt. Allein der Globus spielt verrückt. Angesteckt von den wohl weltweit spektakulären Botschaften über den WM-Irrsinn in Deutschland, haben sich mexikanische Freunde kurz entschlossen auf den Weg gemacht, haben bei uns in Köln heute Morgen ihre Klamotten deponiert und sind gleich weiter nach Gelsenkirchen, irgendwie Tickets für das Spiel ihrer Mannschaft gegen Portugal ergattern. Hat natürlich nicht geklappt, 600€ war das günstigste Angebot, das war nicht drin. Read the rest of this entry »

1.Halbzeit
Das war ja ein klassischer Lob, mit dem der Cole da verwandelt hat. Ich habe mich schon oft gefragt, wieso diese Technik nicht häufiger und vor allem bei Freistössen angewendet wird: Einer lupft den Ball von der Mauer weg und der eigentliche Schütze kloppt das Dingen per Top-Spin Bogenlampe über die Mauer ins Tor. Read the rest of this entry »

1.Halbzeit
Beim Anblick des zum 2:0 ein wenig zu eifrig klatschenden Innenministers wurde hier spontan “Steh auf wenn du Schäuble heißt” skandiert. Read the rest of this entry »

Die Engländer haben ja einen ganz besonders auffälligen Spieler in ihrem Team. Aber was England kann, kann Deutschland schon lange. Die Zukunft der deutschen Nationalmannschaft wird spätestens ab der WM 2014 auf Jahre hinaus geprägt werden durch 4 Brüder aus dem tiefsten Odenwald: Die heute 15-jährigen Vierlinge Dieter, Werner, Elmar und Peter Krautsch. Auf Außen Werner und Elmar Krautsch, klein, wendig und wieselflink, beide werden nach neuesten Wachstumsprognosen höchstens 1m58 groß, im Abwehrzentrum Dieter Krautsch und schließlich Peter Krautsch als klassischer Mittelstürmer, die nach ebendiesen Wachstumsprognosen mindestens 2m01 groß werden. Alle 4 verfügen heute schon über eine außergewöhnliche Technik. Peter Krautsch hat ein ungewöhnliches Hobby. In seiner Freizeit singt er klassische Rock’n’Roll-Songs, mit deutschen Texten, versteht sich.

Die Krautschs

läßt sich bei dieser WM ganz hervorragend. Nur die Spiele sind zum Teil ein bißchen langweilig, und erst recht die Ergebnisse. An den ersten Tagen gewannen eigentlich immer die Favoriten, selbst wenn sie auf dem Papier auch nur hauchdünnst favorisiert waren, die einzige Ausnahme war SWE – T&T. Bis Ghana Tschechien schwindelig spielte und es am gleichen Abend endlich mal ein ordentliches Klopperspiel gab, wo etlichen Spielern diese ganze FIFA-Fairplay-Propagandascheiße einfach mal am Arsch vorbei ging und anständig zugelangt wurde, mit richtigen roten Karten und nicht solchen gelbroten wegen Ballwegkullerns nach Pfiff, leichtem Trikotzupfen und am Sack kratzen. Read the rest of this entry »

1. Halbzeit
Ja was ist den da los. Ein brauchbarer Schiri. Beide Verweise korrekt, wobei die Karte gegen de Rossi sicher dunkelroter war. Der ‘Mörder’ Gattuso auch schon dabei, woll ‘n mal sehen, ob es zur Killergruppe reicht. Go USA, go (wir halten meistens mit den Kleinen). Read the rest of this entry »

Widerlegt?

Tja, manchmal schreibt man halt nur um widerlegt werden zu wollen. Danke Ghana. So, Amis. Jetzt Italien peinigen, dann wird das die neue Killergruppe.

Es wird langweilig, bis auf ein paar Semi-Überraschungen, die für die Etablierten wohl ohne größere Konsequenzen bleiben, läuft es wie nach Wettquote.
Viele der letzten Spiele werden nichts Dramatisches mehr bringen können, es geht in der Regel nur noch um Platz 1 oder 2 bzw., um gar nichts mehr, Schade.
Noch mal zu den Pfeifen, beim Spiel Portugal Iran hieß es wieder mal im Zweifel zugunsten des Stars.
Portugal mag ich nicht, der blasierte Ronaldo weckt in mir Widerwillen. Er agiert auf Kosten der eigenen Elf und ist hauptsächlich daran interessiert sich selbst glänzend und seine Gegenspieler lächerlich aussehen zu lassen. Figo wurde mal bei Fooligan ganz gut als Bettvorleger oder so charakterisiert. Deco kann tatsächlich was, hätte aber vom Platz gemusst und ist eigentlich auch gar kein Portugiese. Nein, ich hoffe, dass die Lusitanier von Mexiko einen aufs Fell bekommen und Argentinien im Achtelfinale Selbiges dann gleich ganz abzieht.

1.Halbzeit: Elfenbeinküste vs. Holland
Die Schiedsrichter sind schlecht. Heute haben sie mir den Spaß am gucken für’s erste vermiest, nach dem 0:2 der Holländer mach ich die Glotze aus. Schon das zweite Spiel heute durch einen dieser Blindgänger verdorben.
Krasse Fehleinscheidungen haben schon die Partie Argentinien gegen Serbien Montenegro sehr früh zu einem langweiligen Trainingsspiel degradiert, trotz der netten Tore. Read the rest of this entry »

Alterndes Brasilien, alterndes Frankreich: Schon dumm, dass Sportlichkeit heutzutage der Jugend vorbehalten ist. Ich mein, man stelle sich vor: Ich bin gerade einmal 34 Jahre alt, unverheiratet, keine Kinder, und fühle mich immer noch nicht erwachsen. Bei der WM würde ich mit Wohlwollen als “Routinier” durchgehen, oder eben als “abgehalftert”. Vielleicht sollte man doch eine WM Ü35, eine WM Ü50 und eine Ü75 einführen (und eine Ü100, wo Japan immer Weltmeister wird). Na, das nur so. Read the rest of this entry »

Natürlich hat England die bessere Mannschaft und wir wollen sie auch weiterhin sehen. Aber man konnte wieder mal feststellen, dass vom Schiedsrichter bei solch ungleichen Gegnern mit zweierlei Maß gemessen und zugunsten der Großen “gemanagt” wird. Von den meist sowieso kurzsichtigen Kommentatoren, die ihre Augen dann offenbar ganz geschlossen halten, mal ganz abgesehen.
Spider Crouchens Treffer war irregulär, aufgestützt, und T&T’s aberkanntes Tor kurz vor Schluss war regulär, kein Abseits. Also eigentlich 1:1. Read the rest of this entry »

Ecuador wurde bis jetzt unterschätzt, das ist seit heute vorbei.
Ihr dritter Platz in der Südamerika Qualifikation, ihre Siege gegen Argentinien und Brasilien wurden mit dem Hinweis auf die Höhenlage ihres Heim-Spielortes, als bei der WM wegfallender, unfairer Vorteil, eher abgetan. Dabei wurde nicht genau hingeguckt, denn ein Gutteil der Nationalspieler lebt auf Meereshöhe. Read the rest of this entry »

Ecuador

Ich habe prägende Jahre meiner Kindheit in Ecuador verbracht. Nur einen Steinwurf entfernt vom ‘Estadio Olimpico Atahualpa’ in Quito, Read the rest of this entry »

Polen - Deutschland

1. Halbzeit
Applaus, Applaus, tolles Spiel , leidenschaftlich und spannend. Deutsche und Polen pöhlen vor erstaunlich gutem Publikum im Ruhrgebiet, wo sonst. Kuzorra wach auf, guck dir die zweite Halbzeit an. Read the rest of this entry »

Unglaublich, dass man sich hier (unter anderem unser Duett der Niedertracht) nicht zu blöd ist, darüber nachzudenken, ob denn die deutschen Spieler polnischer Herkunft auch mit vollem Herzen für ihre adoptierte Nation “kämpfen”.
Selbstverständlich wird es den ‘Suspekten’ zumindest während des Spieles scheißegal sein, für wen sie kicken. Ein Profi zeichnet sich doch gerade dadurch aus, dass ihn diese Sentimentalitäten nicht besonders kratzten, wenn er sich denn einmal für ein Team entschieden hat. Sonst müsste ja Bayern München ständig verlieren.
Apropos, - Ballack, Borowski, Nowotny - werden die nicht verdächtigt? Da findet sich doch sicher auch was in der Ahnentafel.

1. Halbzeit
Wenn mathematische Gesichtpunkte eine wesentliche Rolle spielten, dann stellten die Spanier das stärkste Team mindestens von Europa.
Sie beschäftigen nämlich im Vergleich der großen europäischen Ligen die wenigsten Ausländer und haben doch gleichzeitig die besten Klubmannschaften. Read the rest of this entry »

Netzer und Delling haben es gerade nötig sich über Ronaldo “das war Arbeitsverweigerung” zu echauffieren. Das überaus dröge Duo, mit seinem fortgesetzten, zunächst ermüdenden, inzwischen einfach nur ärgerlichen Geplänkel, ist doch selbst dass beste Beispiel für ungenügende Berufauffassung. Read the rest of this entry »

Brasil

Berlin, den 13. Juni 2006. Draußen brasilianisches Wetter. Drinnen ist mir gerade eine Jalousie heruntergekommen, zum Glück suche ich bald eine neue Wohnung. Ich mag brasilianisches Wetter, brasilianischen Fußball mag ich nicht so, ist mir zu spektakulär, außerdem geht mir der ewige Samba auf die Nerven und auch der Karneval mit den leicht bis gar nicht bekleideten Frauen. Trotzdem gewinnt Brasil heute Abend gegen Kroatien mit 2:1. Obwohl ich ja verdammt schlecht im Vorhersagen bin, in meiner Tipprunde habe ich bislang ganze 5 Punkte gesammelt. Was ich noch sagen wollte: Mir scheint, die großen Nationen schonen sich. England, Holland, Portugal und irgendwie auch Italien gestern. Lässt zwei Schlüsse zu: Entweder die haben alle noch verdammt viel vor, und das wird dann ein fröhliches Gemetzel ab Achtelfinale mit mindestens acht Elfmeterschießen bis zum Finale (einschließlich), oder aber: Die können wirklich nicht mehr. Und dann gibt es ein fröhliches Erwachen in den nächsten Spielen. Wir sind gespannt.

Gleich spielt Südkorea gegen Togo. Dabei las ich doch gestern im 11-Freunde-Newsletter etwas ganz anderes. Die WM sei toll ABER “Seither ist allerdings wenig Unerwartetes passiert, sieht man mal von dem schwachen Auftritt der Polen ab und dem überraschenden Unentschieden zwischen Schweden und Togo.” Read the rest of this entry »

Sichtbehindert

Tickets im Verkauf - es gibt sie wirklich! Read the rest of this entry »

Schade aber Toll. Noch so ein krasser Schnitzer (0:2) - Samy Kouffour, ‘bist doch eigentlich ein Deutscher!? Gründlichkeit, Konsequenz, Zuverlässigkeit u.s.w., denen passiert sowas doch nicht. - Eia, haha, wir geben’s zu, - gut aufgepasst; Arne Friedrich - ; nehmen alles zurück.

So ist es recht liebe Leser, keiner verirrt sich auf unsere Seite während ein Spiel läuft. So der Counter. Wenn es anders wäre, machten wir was falsch. Read the rest of this entry »

Maso

Was unsere Spezis aus dem Land des Calcio angeht, da lassen deren kommende Darbietungen eine weitere Folge leidenschaftlicher Wutausbrüche vor der Glotze erwarten. Vielleicht sollte man sich vorsichtshalber ein Ersatzgerät bereitstellen… Read the rest of this entry »

schwanzlotgeld

Heute im Freibad gewesen, natürlich nur bis 15:00, bloß nichts verpassen. Auf dem Weg dahin überall Deutschlandfähnchen, vor allem die Autos. Beim Plantschen dann zeigten sich ca. die Hälfte der anwesenden Walrösser und Seelelefantinnen mit den Fähnchenfarben am Leib. Schauder. Read the rest of this entry »

Das werden ja immer weniger. Von 6 über 2 und 1 bis auf 0 Tore. Wie soll denn das jetzt weiter gehen?
Nach den Auftritten von England und Schweden weiß man die Leistung der deutschen Elf erst hinreichend zu würdigen.
Recht unterhaltsam gespielt, dabei mit beinahe standesgemäßem 2-Tore-Abstand gegen den Außenseiter gewonnen und das auch noch ganz ohne Abwehr. Respekt und Referenz.
Der selbsternannte Turnierfavorit England lieferte gegen Paraguay ein richtig schlechtes Spiel. T&T sollte gegen dieses inspirationsfreie Team keine Mühe haben ihr tolles Schweden0:0 zu wiederholen. Obwohl, die “Soca Warriors” haben sich allen Ernstes vorgenommen die Ex-Kolonialherren zu besiegen. Wer weiß, gegen die Englinge spielen sie immerhin mit 11 Leuten und Vestenbergsreuth hat die Bayern schließlich auch mal geschlagen.

Was saß denn da für ein ‘Angestellter des Monats’ Personal im Stadion? Die Geräuschkulisse in München war ja befremdlich, dieses amorphe An- und Abschwellen von Schafsgeblök. Read the rest of this entry »

Mit Ecuadors Abwehr hätte Deutschland vielleicht eine Chance auf das Halbfinale… Aber was waren denn das für Auswechselungen?
Friedrich spielt so schlecht, dass selbst Oliver Kahn eine Chance auf dessen Posten verdient gehabt hätte.
Und dann nimmt Klinsmann Borowski in einer Phase aus dem Spiel, da es einigermaßen rund läuft und der Bremer den Stil prägt. Danach ging kaum noch was Gescheites im Mittelfeld.
Schließlich ganz abstrus ausgerechnet Klose durch den Autisten Neuville zu ersetzten, während gleichzeitig Podolski wirkte wie ein Verbandsligakicker, der mal bei den Großen mittun darf.
Glück, dass Costa Rica richtig schwach war. Nicht immer klappt das mit den Sonntagsschüssen. Zeigefinger.

Betrug?

Mal auf die Schnelle zur Halbzeit.
Weil wir den unerträglichen Bela Rety nicht nicht hören wollen, haben wir den Fersehton weggeschraubt und gucken zum Radiokommentar von WDR5. Aber was ist denn das? Die Herren vom Radio wissen immer schon vorher was passiert, mindesten 3, - wenn nicht 5 Sekunden.
Wir sehen also gar keine Live Übertragung, das ist doch Betrug am Gebührenzahler! Wenn im Stadion der Jubel schon abebbt, schlägt auf dem Bildschirm die Kugel erst ein (schöner treffer Herr Lahm). Irritierend. Was soll das? Das kann doch keine technischen Gründe haben. Manipulation? Dagegen spricht der Echtzeitkommentar aus dem Radio. Bitte um Aufklärung.
Noch was Anderes, meine Fresse spielt der Friedrich schlecht. Nehmt ihm die Schokoladenpampe weg.

Auf die Gefahr hin von irgendeinem Rechteparasiten auf Kohle verklagt zu werden, die ‘eh nicht da ist; hier das beste instrumentale ‘WM-Thema’ aller Zeiten. Ring frei für Colourbox:

Wir sind gebrannte Kinder, geben aber nicht klein bei. Kurz nach dem 11.09.2001 mussten wir bluten, weil im Namen des FC Bayern ein KPMG-Abmahner Al Aafs Wortschöpfung “Talibayern” nicht lustig fand. Folge: ca. 1000 DM abdrücken. Davon haben die Bazis sich dann womöglich Schweinsteiger gekauft.
(An dieser Stelle einen Doppeldank dem “Vater” und Urheber von Football-Crazy, Albert “Delle” Wiedenhöfer, der das Geld mit wegwerfender Geste hergegeben hat und der zur WM sicher mal wieder was schreibt)

Folklore

Jetzt hat die elende Warterei also langsam ein Ende und in 5 Tagen beginnt der Spass. Die Mannschaften trudeln nach und nach ein und werden in ihren jeweiligen Quartieren gebührend empfangen, so z. B. die Schweden in Bremen, und flugs befragen sabernde Schwiegersohntypchen vom TV nichtsahnende Passantinnen, mit welchen von denen sie denn gerne mal kurz in die Kiste klettern wollten.Oder in Friedrichshafen wird die muselmanische Mannschaft aus dem Iran zünftig von einer Trachtenblaskapelle empfangen. Der Fakir im Betreuerstab der Mannschaft soll seinen Schlangen die Ohren zugehalten haben, munkelt man.

In Göttingen heißt es plötzlich nicht mehr „Du bist Deutschland!“, sondern „Du bist Mexiko!“ und zum lockeren Trainingsspielchen zwischen Mexiko und einer Göttinger Stadtauswahl zählt man 15000 sombrerobedeckte Häupter auf den Rängen, sogar Karlheinz Knecht vom Göttinger Finanzamt hat einen auf.

Auch im niedersächsischen Rotenburg schießen plötzlich Steelbands aus dem Boden, seit das Team aus Trinidad & Tobago dort logiert. Deren Nationalhymne ist übrigens nicht „T ‚n‘ T“ von AC/DC.

Stahl  ohne Helm

Die Welt zu Gast bei Freunden also. Dass wir hier nicht von dieser Welt sind, wussten ja schon unsere Groß- und Urgroßeltern. Damals galt ja ein ähnliches Motto, nur etwas offensiver formuliert. An deutschen Mösen soll die Welt …, siehe oben. Aber was ist das dann hier, wenn es nicht von dieser Welt ist? Eine hier nicht zu klärende Frage. Ach doch, das Land der Ideen natürlich. Ganz schön griffig, diese Werbeslogans. Und Ideen hatten wir hier ja schon eine ganze Menge. Und angesichts stetig neu gegründeter „No-go-areas“ im Osten der Republik für dort Unerwünschte müssen wir aufpassen, dass es in absehbarer Zukunft nicht wieder heißt: „Die Welt im Gas bei Freunden.“

Aber ansonsten freue ich mich, dass die WM jetzt losgeht, wirklich, auch wenn ich um diese Public Viewings einen großen Bogen machen werde. Und am Montag, den 10. Juli werde ich in einer Kneipe ein Bier auf die Rückkehr der Normalität trinken.

Die Kolumbianer haben in 14 Tagen sechs Testspiele auf drei Kontinenten  absolviert. Beim vorletzten Spiel sprang sogar noch  ein Knaller für die  Ewigkeit heraus. Mühe gegen die armen Deutschen?
Kolumbien feiert

P.S. Urs Meier wusste eh Bescheid, DAS wussten wir schon bevor Kerner es publik machen konnte, aber wer wusste es nicht?

Das Spiel gegen Japan erinnerte doch schwer an den Kampf Foremann gegen Ali in Zaire.
Die Deutschen immer feste und blindlings, gleichsam mit dem Holzhammer in die gut justierte Doppeldeckung, dazwischen die Nipponesen elegant, flüssig und gut getimt ihre Konter setzten. Nur, dass die “Kurzen” versäumten den deutschen “Kränen” den entscheidenden Knockout zu versetzen. Naja, es ging ja noch nicht um viel.
Deswegen wird jetzt allseits auch kräftig relativiert, nach dem Motto: Wenn die Deutschen jetzt schon auf der Höhe wären, sei das 10 Tage zu früh. Bei einem Nicht-WM-Teilnehmer zum Testgegner wäre so eine Argumentation nachvollziehbar. Bei Japan heißt das aber voraussetzen, dass die falsch trainiert haben, weil viel zu zeitig in Form. Unwahrscheinlich, - also eher Pfeifen im Walde, das Erklärungsmanöver. Nüchtern gesehen, ziemlich erschreckend was da seitens der Gastgeber geboten wurde.
Gut, der Rest der Gruppengegner scheint von ähnlichem Niveau (Super Tor Herr Martinez). Vermutlich heißt es zu den Begegnungen der Gruppe A unisono: Beim Spiel Not gegen Elend kam zu Unvermögen auch noch Pech.

Ja wo treibt sie sich eigentlich rum, die verfluchte Erderwärmung? In Deutschland jedenfalls nicht. Wenn das so weiter geht, dann haben ja wohl die Schweden die besten Bedingungen, als Polarnächster Teilnehmer der WM (Alaska ist Russland).
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Italien ist anders. Italienische Männer speziell. Und schuld sind die Mütter.
Die brilliante Gewissenlosigkeit mit der die Italiener ihre Geschäfte betreiben ist nicht neu. Schon “Il Magnifico” Lorenzo Medici sah den Gelderwerb als Selbstzweck. Der lebensgestaltende Pathos vieler Italiener findet sich im Gelderwerb als stärkste Äußerungsform des Willens zur Macht. Der ehemalige Juve-Manager Moggi lebte diesen Pathos. Read the rest of this entry »

Auf Fooligan.de (immer lesenswert) gab’s jüngst einen netten kleinen Beitrag zum Thema Nationalhymne. Etwas Kurioses haben sie dort aber nicht mitgenommen (deshalb machen wir’s). Nämlich, dass Haydn die Melodie des Deutschlandliedes ursprünglich als Kaiserhymne komponiert hat und zwar, - jetzt kommt´s, - mit diesem Refrain: Read the rest of this entry »

Dufte, Nowotny dabei. Das hebt die Stimmung im Kader sicher enorm: Read the rest of this entry »

Das war sie also mal wieder, die Saison. Die relevanten Platzierungen werden alles in allem von den üblichen Verdächtigen belegt, mit anderen Worten, im Grunde war es langweilig. Etwas überraschend einzig der HSV so weit oben und Nürnberg, aber nur in der Rückrunde. Im Negativen dann die VW-Betriebsmannschaft, man wollte ja doch höher hinaus. Zum Schluss lieferten sie wenigstens noch mal echtes Drama gegen Lautern, das einzige der ganzen Saison. Read the rest of this entry »

aber in 4 Jahren

Richtig schade das du nicht spielen kommst, Wayne Rooney, personifiziertes Klischee eines Proleten-Englings. Read the rest of this entry »

Lasst die Fuesse von Miroslav Klose

In den letzen Spielen der Bremer konnte man den Eindruck bekommen, dass einige Spieler potentieller WM-Gruppengegner verhindern wollen, dass Mirsolav Klose für die deutsche Nationalmannschaft aufläuft. Read the rest of this entry »

Can Can Bombenstimmung

Ein Vater, ein Sohn und ein Geist, ausgebildet in einem einzigen Organismus. Ist die christliche Trinitätslehre nichts weiter als eine intellektuelle Teratologie? Oder wirkt diese alptraumhafte Ausgeburt nur deshalb so monströs, weil wir ihren Zweck nicht genau kennen?

Jesus Christus, der “Erstgeborene aus den Toten” hat die Christenheit nicht davon abgehalten, beständig weiter Tote zu produzieren.
Beginnt das natürliche Sterben zu langweilen, bringt man flugs “taktische” Atomwaffen oder anderes schweres Gerät ins Spiel und veranstaltet einen Krieg. Anlass genug, für ein paar Gedanken über Kriegsstrategien im 19. 20. und 21. Jahrhundert. Read the rest of this entry »

Obacht Klinsi “blonder Engel aus dem Schwabenland” (taz)
In Kahns Mitarbeiter-Stab bewegt sich folgende Dame: Sigrid Engelniederhammer (Director of Strategic Planning)

tauch weg Klinsi, tauch weg

…tunnelt.
Uaaaaah
Kahn: Uaaaaah! – Klinsmann: is’ was?

Das war schon seltensaudumm von den Bayern. Ausgerechnet in einer Phase auf eine Entscheidung zu drängen, in der Kahn nun wirklich nicht erste Wahl sein konnte. Den Tunnel musste Klinsmann einfach bringen. Jetzt können sie sich nicht mal beklagen.

Doña Mara und eze

Selbsterkenner O. Kahn:
“Auf einmal dreht sich der Ball nach links” “Ich weiß gar nicht - war der Schuss womöglich abgefälscht?” (0:1 BM-HSV) “Der Ball sprang unheimlich hoch ab” (1:4 BRD-USA) “Beim ersten Gegentor kann ich gar nichts machen, ich muss vor der Flanke am ersten Pfosten stehen.” (0:1 BM-Kölle) „Ein fieser Ball.” “das war ein Scheißding” (1:2 BM-Kölle)
“Ja, schon (es war richtig zu spielen). Weil ich mich nach dem Abschlusstraining sehr gut gefühlt habe.” “Druck ist etwas, was für mich persönlich und was auch für die Motivation im Training gut ist” „Vielleicht setze ich mich zu sehr unter Druck, ich muss einfach mehr auf meinen Körper hören und nur dann spielen, wenn ich 1000-prozentig fit bin“
„Es gibt in dieser Frage überhaupt keine Diskussion, ich bin die Nummer eins“

Höh!

Großlogiker U. Hoeness:
„Was wir jetzt erleben, diese Jagd vor der WM, die hätte man sich gleich ersparen müssen.” Kahn waidwund kritisiert; „Es spricht für ihn, dass er nicht kneift” und wechselt sich gleich zwei Mal aus; “Wenn man das jetzt jede Woche so weiter führt, dann hat er am Ende gar keinen Torwart, dann ist das Chaos perfekt” Geburtenrückgang, Torwartschwund – Deutschland am Abgrund; “Mit Sicherheit hätte er nicht gespielt, wenn die Torwartentscheidung klar gewesen wäre.” keine Diskussion s.o. ;”Man schadet den Vereinen.” armes Arsenal “Die Torwartentscheidung wird noch mal für Aufruhr sorgen, egal wie sie ausfällt” friedlich angemerkt; “er (hat) das Wohl des Vereins höher bewertet, als auf sich zu achten”. Kölle im Pech.

Jorge Valdano schreibt in seinem lesenwerten Buch “über Fußball” (im Original viel treffender “El Miedo Escénico y Otras Hierbas”) über die deutsche Nationalmannschaft: “Die einzige Nationalmannschaft, die keinen Ball braucht, um den Gegner zu verwirren. Bei jedem Spiel habe ich die Vorstellung, dass unter dem Rasen Hunderte von kräftigen Deutschen sitzen und in die Pedale treten, rudern oder an der Kurbel drehen. Ich glaube sogar, das Geräusch der laufenden Maschine zu hören: ‘Rrrrrrrrrrr…’”

Nicht, dass so wichtig wäre, wer von den alten Männern bei der WM im Tor steht, diese Frage wird von der Medienmischpoke bei weitem überschätzt.
Interessant ist freilich die Einseitigkeit mit der O. Kahn begünstigt wird.
Kahns katastrophale Vorstellung gegen die USA wurde schon während der Fernseh-Übertragung von Sprecher Bela (ich korrigiere mich nie) Rethy mehrmals mit “Weltklasse” beworben. Der Bild-hörige Kerner, den “neutralen” Oberbazi Beckenbauer im Rücken, wollte Klinsmann gleich auf den Strafraumkasper festnageln nach dessen “toller Leistung”. Alzheimer? Möchte man fragen.

es denkt

Wenn ein Torwart von vier erwähnenswerten Bällen zwei verbockt, den letzten auf so lustig-dilettantische Weise, dass das eine Glanznummer bei diversen Pleitenpannenpech-Sendungen gäbe, dann wäre leise Kritik auch vom verbohrtesten Fan angezeigt.
Der “Reflex”, der die Deutschen vor dem Ausgleich bewahrte war schon okay, obwohl man so was auch beim ‘nem Freizeitkick schon mal sieht. Bestätigt, der Zeitpunkt war wichtig, hier das 1 : 1 und das Spiel hätte im Debakel enden können.
Schleißig nun wieder, dass diverse Kommentatoren, die die schwachen Aktionen des Keepers wenigstens nicht verdrängten, das übliche Geschwafel von “aber die entscheidenden Bälle hält er” von sich gaben. Häh?: Barcelona ‘99? Yokohama ‘02? Koma-Patient gewesen?
Bleibt festzustellen: Je weiter entfernt der allseits Beschworene von der Torlinie agieren muss, desto konfuser seine Taten. Das meint nicht allein die panische Faustabwehr in der ersten Hälfte (so ein Ding hat jeder Amateurkeeper runterzupflücken), sondern mehr noch die Spieleröffnung - nicht nur aus Bedrängnis. Es gibt keinen anderen international kickenden Keeper, der sowas von blindlings die Kugel einfach wegholzt. Ein geordnetes Aufbauspiel ist dem eigenen Team so schlicht unmöglich.
Bei den Bayern ist das nicht weiter tragisch, weil die, zumindest in der Bundesliga, kaum gleichwertige Konkurrenten haben. Da steht der Gegner eh´ hinten drin. In der Nationalmannschaft sieht’s eben anders aus, mit der Folge, dass sich das Spielgeschehen selten geordnet noch vorne verlagern kann, denn die Folgen der langen Dinger von Kahn sind kaum berechenbar. Oft werden sie vom Gegner abgefangen, was den Kontereffekt hat, dass ausgerechnet diesem dann ein kontrolliertes Aufbauspiel ermöglicht wird, was die Deutschen Blöcke noch weiter in die Defensive bringt.
Dass es auch ganz anders geht, hat das Frankreichspiel mit Lehmann bewiesen.
Erbärmlich, das muss noch gesagt werden, wie Kahn nach seinem Bock ausführlich den Sterbenden mimte, ein so peinliches wie augenscheinliches Ablenkungsmanöver, auf das Bela (Ich raffe selbst nach der fünften Slowmo immer noch nichts) Rethy prompt was von “Sense” und annulliertem Treffer faselte. Aua.
Kahns Selbstkritik hat seit dem Hamburgspiel übrigens kein bisschen an Realitätsnähe gewonnen, sein unwiderlegbares Alibi: “Der Ball sprang unheimlich hoch ab”. Was fällt dieser verkackten Sau-Pocke eigentlich ein, möchte man abermals beistehen.

“Ich bin schon zufrieden, wenn wir die Eröffnungsfeier nicht verlieren.” Günter Beckstein, CSU, Bayerischer Innenminister zur Persepktive der deutschen Mannschaft bei der WM

Oha, Franz Beckenbauer fordert Klinsmann auf das Nationalteam nach Beliebtheit beim deutschen Zuschauer aufzustellen: “…ohne Kahn zu spielen, könnte die deutschen Zuschauer gegen die Nationalmannschaft aufbringen”.
Na also. Die Lösung! Der Mob wählt das Team und darf dann gleich abdanken, wenn´s scheiße läuft.
Hier schon mal unser Sympathie-Team, die hauen bestimmt unmenschlich rein:
Jörg Butt , Marco Stier, Patrick Ochs, Andreas Wolf, Danny Fuchs, Christian Pander, Nicky Adler, Michael Fink, Hendrik Hahne, Schweini und Zecke

Zum Weltjugendtag ließ man freiwillig Teenies ins Haus, warum dann zur WM nicht ein paar Hools? Zumal die auch noch zahlen. Nur wie viel, für was? Zum Beispiel Apartments? Auf der Zimmervermittlungsseite “Übernachten bei Freunden” legen sich die WM-Städte mächtig ins Zeug.

Ein Gefühl wie im Urlaub

“Dortmund - das pulsierende Herz im Ruhrgebiet”

In Dortmund kostet ein Appartement in Stadionnähe 120 Euro am Tag, dafür wird dem Gast “Ein Gefühl wie im Urlaub” oder wahlweise “Romantisches Ambiente” geboten, natürlich alles “Groß und Gräumig” und “Mit Platz genug im Schrank”. Einen Klick entfernt: Gleiches Haus, gleicher Anbieter, anderer Preis. Schlappe 590 Euro pro Tag.

“Gelsenkirchen - Ruhrgebietsästhetik mit eigenem Charme”

Treffend, wie die Stadt geworben wird und sie wird auch bei der Vermietung ihrem Ruf gerecht. Gelsenkirchener Barock at its best. Sehr schön Objekt No.5 für 139, 50 Euro – wohl noch DM Umrechung – und das “One-Room-Appartment” für 79 Euro besticht durch seine klassische Schrankwand.

Das “Champions-Flat” Angebot verzichtet auf Inventar und zeigt stattdessen, die Insassen “Poldi” und “Dolli”. Die gewünschte Klientel sind “Soccer-Girls” zwischen 21 und 30 Jahren, die “the right party attidtude” mitbringen.

Aber “anybody else without hairy legs is welcome as well” sofern er/sie 20 Euro zu zahlen bereit ist, um sich ein Apartment mit zwei Gelköpfchen zu teilen, die sich die Scham rasieren.

“Köln - die Hochburg der Stimmung am schönen Rhein”

In Köln ist man von der WM-Gastfreundschaft soweit entfernt, wie der FC zur Tabellenspitze. Die angebotenen Apartments in Köln sind allesamt unbefristet. Einzig ein Bergheimer (die Ostfriesen Kölns) schafft es sein Drei-Sterne-Appartment für 60 Euro anzupreisen. Was in Stadionnähe geboten wird ist, ähnlich trist. Was Gelsenkirchen kann, kann Köln schon lange, nur hier stammen die Möbel aus dem Rösrahter Möbelzentrum und die Geisbock-Duschvorhänge sind wohlweislich gegen Eisbären-Vorhänge getauscht worden.

Eisbären müssen nie weinen

Substitute

Da lassen sich drei Ersatz-Sportausschuss-Mitglieder von der Bild zu Lautsprechern instrumentalisieren, um deren Manöver gegen Klinsmann zu befördern. Zwei Schwaben und ein Gutmensch aus NRW, offenkunig ohne jeden Schimmer vom Fußball, haben sich damit als Volksvertreter vollendet disqualifiziert. Bildbüttel wäre wohl die korrektere Bezeichnung.

Obwohl man es ja weiß, so ist doch von neuem bestürzend, welch Fleisch gewordene Legierung aus Dummheit, Skrupellosigkeit und Geltungssucht in unseren Abgeordnetenhäusern vegetiert. Kaum meldet sich so ein Presssack vom Boulevard, sogleich finden sich eine paar Kretins, die blindlings geistesgestörtes Zeug von sich geben.

Mdbs Barthle, Gruss und Hemker. Stellvertretende Mitglieder im Sportausschuss. Barthle, Präsident des Internationalen Verbandes der Schneesportinstrukteure, Gruss, Joggerin, Hemker, Pfaffe und Lehrer mit Bundesverdienstkreuz /></p>
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die peinlichen 3

Norbert Barthle, CDU aus Schwäbisch-Gmünd, im Ski- und Politikgeschäft ein alter Hase, fände es schön, wenn “Herr Klinsmann mal dem Sportausschuss erklären würde, was seine Konzeption ist und wie er Weltmeister werden will. Ein paar Antworten stünden ihm zu, da der Bund schließlich der größte Sponsor der WM sei.

Ins gleiche Horn trötet, die für Bayrisch-Schwaben antretende FDPlerin, Miriam Gruss. Sie betrachtet die WM als “nationales Anliegen”. Klinsmann dürfte nicht experimentieren, sondern dem Sportausschuss sein Konzept erklären. “Es geht ja nicht nur darum, ob eine Mannschaft mal schlecht spielt, sondern um die Frage: Wie präsentiert sich Deutschland?”

Die Beiden haben sich ihren Text offenbar vom Pressköter vorsagen lassen, Reinhold Hemker Pfarrer und Lehrerausbilder (!) aus Steinfurt, setzt mit seinem ‘Eigenbau’ noch einen drauf und erklimmt mühelos den Gipfel des Schwachsinns. Der “SPD-Sportexperte” will von Jürgen Klinsmann wissen “wie er eine sichere Basis für das Team schaffen will. Die WM steht vor der Tür, da muss langsam mal klar sein, wer spielt. Klinsmann hat gute Spieler, aber es gibt zu viele Unsicherheiten. Er sollte endlich sagen, auf wen er setzt.”

Häh? - Herr Pfarrer, dürfen sie sonst nirgendwo mitreden? Fragt sie keiner mehr was? Flüchten ihre “Schäfchen” und wenden sich ihre Schüler betreten ab, wenn sie auftauchen? So grotesk ahnungslos und bar jeder Angst sich zu blamieren haben wir schon lange keinen mehr reden hören.

Dass die deutsche Mannschaft fickerig war, geschenkt. Jeder kennt das, hohe Erwartungen, Nervosität, missratener Start, Päng, Patsch, Prüfungsangst. So was kommt vor. Das zu erkennen, bedurfte es keiner besonderen Beobachtungsgabe.
Die eigentliche Katastrophe an diesem Fernsehabend waren wieder mal Netzer und sein Abszess, das Delling. Die Analyseleistung dieses Monsterduos sprach jeder lebendigen Kreatur Hohn.

Was treibt diesen überschätztesten Fußballer aller Zeiten eigentlich an? Wenn man in Netzer nicht bloß den Schuft sehen will, dann muss man einen Minderwertigkeitskomplex annehmen.
Sein permanentes insistieren auf “Führer”, “Leader” , “Chef”, die ständig wider besseres Wissen unterstellte “mangelhafte Einstellung” (als ob die Spieler auf das Spiel gegen Italien mal eben keinen Bock gehabt hätten, wer glaubt denn so was?), dienen dann nur dazu, das mähliche Gewisswerden, auf dem Platz wie auch moralisch, ein Blindgänger (gewesen) zu sein, zu verdrängen. Ablenkungsmanöver halt.
Ohne seine Parias wäre er schon als Fußballspieler die Null gewesen, die er jetzt als Kommentator ist, das ahnt er, deswegen verdreht er die Tatsachen.
Nicht die Mannschaft hat einen Chef nötig, umgekehrt wird ein Schuh draus. Und dass auch noch die größte Nulpe Karriere machen kann, wenn sich nur genug “Untertanen” finden, das hat die (besonders die deutsche) Vergangenheit längst eindrucksvoll erwiesen.

Schleichdichmodell

Wöööörns, nicht nominiert? Ja, was denn sonst. Und wieso heult es aus den Gazetten, als habe der Prügelknabe die deutsche Elf bei den letzten Turnieren zuverlässig zu Erfolgen geführt? Klinsmann jedenfalls, scheint uns immer geeigneter für seine Aufgabe. Die tumbe Benotungsriege von der Idi-Sportpresse verachtet er jedenfalls mit der gebotenen Souveränität. Wörns hat in der derzeitigen Auswahl nichts zu suchen, da mag er noch so vielen Gegenspielern die Elle in die Fresse rammen.

Das beleidigte Leberwürstchen bereitet uns indes mit ‘hiebfester’ Klage eine kleine Extra-Freude: „eigentlich gibt es keinen Gesprächsbedarf meinerseits mehr, weil ich nie eine wirkliche Begründung für meine Nichtnominierungen bekommen habe.“ (SPON): Huh, das ist natürlich richtig schlau, logisch und schlüssig… darum bekommen sie, Wörns, gratis folgende Erklärung: Ihr Fußballspiel passt zu ihrem intellektuellen Wasserstand. Ganz trocken, - ab dafür.

Wir hier konnten Klinsmann, den alten Strafraumspastiker, nie besonders gut leiden und das brav-strebsame Herrensöhnchen Bierhoff war auch nicht unser Fall.
Doch dass die Beiden versucht haben der Springer Presse Einfluss auf die Nationalmannschaft zu nehmen, ist zu loben.
Jetzt haben die Press-Säcke von Bild und Co. doch noch ihr U-Boot untergebracht. M. Sammer, offenbar so ehrgeizig wie skrupelfrei, hat sich zum Sportdirektor einzecken lassen. Wie weit die Verfilzung geht, zeigt, dass der ehemalige Bild-Fritze und jetzige Sammer Berater Ulrich Kühne-Hellmessen das Bundesliga Magazin für die DFL produziert. In diesem Zusammenhang sollte Liga Chef Hackman mal etwas genauer unter die Lupe genommen werden.

Erstaunlich ist immer wieder, wie still die Restpresse solche Aktionen hinnimmt, schließlich büßt auch sie Terrain ein.

Sammer

God damn the SUN

Wir  sind Adolf! - Die Welt  zu Gast bei Feinden

“Ich kann mir nicht erklären, wie das so gedeutet werden kann.”

Jürgen Tomicek

Der Polizist und Karikaturist des “kleinen Fußballpolizisten” war von einer WM-Projektgruppe der Polizei beauftragt worden ein bundesweit einheitliches WM-Logo für die Polizei zu entwerfen.

 

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