|
5. Runde (Viertelfinale) |
Es bleibt dabei: in entscheidenden Spielen sind Holländer zu blöd zu gewinnen. Schon beim Hinspiel in Kaiserslautern spielten sie eigentlich den besseren Fußball - und verloren. Folge zwei fand dann in Eindhoven statt. In der ersten Halbzeit hatte der FCK nicht eine einzige Chance. Abwehrschlacht war angesagt. In Hälfte zwei dito, bis dann Eindhoven einen Elfer zugesprochen kam. Fatal für Eindhoven, großartig für Kaiserslautern: Georg Koch hielt den Elfer, weil Holländer eben alles können, bloß keinen Elfer verwandeln. Mario Basler machte es kurz darauf besser - wie erwartet, denn Deutsche können zwar unter Umständen wenig, aber Elfmeterschießen auf jeden Fall. Danach war Randale in Eindhoven, mit freundlicher Unterstützung von Basler, der es sich nicht nehmen ließ, das Publikum ein wenig zu provozieren. Mit Erfolg, das Spiel mußte unterbrochen werden - und danach war beim PSV die Luft raus. Kompliment an Big Brehme, der den FCK trotz eher lausiger Auftritte bis ins Halbfinale des UEFA-Cups geführt hat. (Gerd Delle)
Dem Kölner Stadt-Anzeiger ist die Begegnung eine Meldung von exakt 34 Zeilen wert. So weit ist es also gekommen mit dem UEFA-Cup - kurz vor der Bedeutungslosigkeit. Überschrift des Kölner Stadt-Anzeigers: "Koch trifft, Weidenfeller hält alles." Seltsam genug, daß es tatsächlich zu dieser Partie kaum mehr zu sagen gibt. Es war ein ausgesprochen aufgeregtes, aber unansehnliches Gekicke mit jeder Menge Treterei, das überraschenderweise beide Teams mit 11 Spielern beendeten. Der FCK bekam einen (nennen wir es mal "glücklichen") Elfmeter zugesprochen, der zum 1:0 führte, und einen eher klaren verweigert. Die Holländer, die hier eigentlich den besseren Fußball spielten, verzweifelten am Lauterer Torwart Weidenfeller. Who the hell is Weidenfeller??? Ein 20-jähriger Riese, der an diesem Abend sein zweites Spiel in der Profimannschaft des FCK bestritt und sich durch schier unglaubliche Reflexe auszeichnete. Wo nehmen sie bloß am Betze diese atemberaubenden Talente her, die mit einem einzigen Spiel zu Hoffnungsträgern werden? Nach Klose ist dieser Weidenfeller schon der zweite in dieser Saison, der aus dem Nichts auftaucht und im Rampenlicht stehen bleibt. Gerd Delle |
|