24. Spieltag 2.-4.3.01

Hansa Rostock  -  Bayern München   3:2
Faustkämpfer des Jahres
Ja, so lieben wir die Bayern. Allein die Tatsache, daß sie so gern gegen die Schwachen der Liga verlieren, zeugt von wahrer Größe. Herausragend in dieser Hinsicht war schon letzte Saison Jens Jeremies, die des öfteren großzügig Geschenke verteilte. Diesmal trat er freiwillig den Ball an Victor Agali ab, der sich mit einem hübschen Tor bedankte. Und wenn einer ein solches Geschenk verdient hat, dann Agali, der ja schon die ganze Saison über von seinen jeweiligen Gegner mißhandelt wird. Unsere Hochachtung für Jens Jeremies. Aber der erwies sich dennoch nicht als Star des Nachmittags. Olli Kahn wußte sogar noch einen draufzusetzen. Mit beiden Fäusten befördert er in der letzten Minute den Ball ins Rostocker Tor. Spektakulär! Wunderbar! Gelbe Karte, die zweite, also Gelb-Rot. Haben wir da ein kleines, hämisches Grinsen im Gesicht von Olli Kahn gesehen? So nimmt man sich eine Auszeit ohne Krankmeldung. Bravo Olli. So macht die Bundesliga Spaß. (Gerd Delle)
Borussia Dortmund  -  Eintracht Frankfurt   6:1
Rennen Treten Toreschießen
Jetzt ist es doch tatsächlich passiert: Borussia Dortmund ist Tabellenführer. Das System rennen, spucken, treten erweist sich derzeit als das Erfolgreichste der Liga. Schön ist das nicht, das weiß sogar Mattias Sammer. Bis weit in die zweite Halbzeit hielten die Frankfurter mit 10 Mann eigentlich ordentlich mit, aber dann sind sie leider mal wieder regelrecht eingebrochen und sogar Fredi Bobic durfte ihnen zwei Tore einschenken. Bei der Eintracht brennt es auch nach dem Abgang von Felix Magath wieder lichterloh und plötzlich wird auch wieder ein neuer Trainer gesucht. Jogi Löw ist im Gespräch. Obs noch was bringt, steht in den Sternen. 

Schalke 04  -  Hamburger SV   0:1
Gott ist kein Schalker...
...und der Linienrichter war auch keiner. Was wäre passiert, wenn der Mann seine Fahne nicht gehoben hätte, als Andi Möller fast von der Torauslinie eine Flanke ins hintere Eck schlug und der Ball mit Hilfe von Assamoah im Netz landete? Dann hätte es 1:0 gestanden, und vielleicht hätten die Schalker sich in der 87.Minute auch keinen mehr gefangen. Jetzt sind die Dortmunder Spitze, und das ist wirklich bitter. 
1860 München  -  Bayer Leverkusen  1:0
Bayer bekloppt
Jetzt spinnt auch noch Ulf Kirsten. Erst vermasselt er zwei hundertprozentige Chancen, dann holt er sich auch noch eine rot-gelbe Karte ab. Dritte Niederlage hintereinander, Bayer verabschiedet sich langsam aber sicher aus dem Titelkampf. Das von vielen vorhergesagte und von manchem erhoffte Berti-Chaos nimmt seinen unvermeidlichen Lauf. Messen wir ihn - wie er es noch vor Weihnachten gefordert hat - an seiner Arbeit in diesem Jahr und das Urteil ist vernichtend. In Leverkusen geht nichts mehr und ein Ende des Abstiegs ist nicht absehbar. Nächste Woche in Leverkusen geht es gegen Werder Bremen schon um die UEFA-Cup-Plätze. (Gerd Delle) 

VfB Stuttgart  -  VfL Wolfsburg   2:1
Die Hand Gottes
Gott ist treu. Und steht auf der Seite der Gläubigen. In diesem Fall auf der Seite des VfB Stuttgart und seines brasilianischen Mittelstürmers Adhemar. Das 1:0 machte er schon nach 2 Minuten. Beim 2:0 war dann die Hand Gottes im Spiel: Adhemar, der kleine Mann, verlängert einen langen Paß kurz hinter der Mittellinie statt mit dem Kopf mit den Fingerspitzen, läuft in den Strafraum, bekommt den Ball zurück und es steht 2:1. Und weil Gott treu ist, hat er seinen Jünger vor dem Schiedsrichter und seinen Assistenten geschützt und dem VfB drei Punkte geschenkt. Felix Magath war begeistert. (Gerd Delle) 

mailto: headquarter@football-crazy.de

home

 
Vorrundenspieltage
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17

Rückrundenspieltage

18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34
Ergebnisse
Rostock - Bayern  3:2

Energie Cottbus - Kaiserslautern  0:2

1860 München - Bayer Leverkusen  1:0

Bremen - Freiburg  3:1

Dortmund - Frankfurt  6:1

Stuttgart - Wolfsburg  2:1

Unterhaching - Bochum  2:0

Köln - Hertha BSC  1:0

Schalke - HSV  0:1

Köln - Hertha  1:0 
Geht doch
Die Statistik trügt nicht: Hertha hat seit 1974 in Köln nicht mehr gewonnen und dabei bleibt es. Der FC hat jetzt wieder ein bißchen Luft auf die Abstiegsplätze. Nächste Woche ein Sieg in Bochum, das wärs dann schon fast. Mehr gibts von unserem  Geißbock- Korrespondenten Stuhlfauth 

 

Unterhaching - Bochum  2:1 
Sechs Punkte
20 Punkte will Rolf Schafstall aus den noch möglichen 30 der letzten 10 Spieltage machen. Wie? Mit 11 Mann auf dem Platz und kämpfen. Na ja, diesmal beendeten die Bochumer das Match mit 9 Mann auf dem Platz. Beim nächsten Anlauf gegen Köln wird auch noch Bastürk (Gelb-Rot) fehlen. Viel Spaß. Unterhaching gewinnt wenigstens die 6-Punkte-Spiele.