| Bayer
Leverkusen
- Werder Bremen 3:0 |
| Da
kannste nur noch staunen |
 |
| Da hatten wir doch alle
geglaubt, bei Bayer nehme das Berti-Chaos unaufhaltsam seinen Lauf.
Und da hatten wir uns doch alle schon auf die 4. Niederlage in Folge
gefreut und die heiße Frage diskutiert: wird Berti die Saison als
"Headcoach" bei Bayer überleben? Und dann das. So kann
man sich irren im Fußball. Es hat eben nicht jeder einen
LUCIO-Fußballgott. Wir werden uns erst nach an diesen Typen aus
Brasilien gewöhnen müssen in Deutschland. Der macht einfach schier
unfaßbare Sachen. Spielt am Donnerstag für Brasilien im Mexiko,
steigt am Samstag- morgen in Frankfurt aus dem Flugzeug, legt sich
ins Hotelbett zum Schlafen, steht nachmittags bei Bayer im Team,
schießt das 1:0 und ist der beste Mann auf dem Platz. Da kannste
nur noch staunen. Für Werder, immerhin bislang die beste Mannschaft
der Rückrunde, hätte es ein Debakel werden können, hätte Bayer
statt Oliver Neuville einen weiteren Stürmer vorn spielen gehabt.
Aus 6 sogenannten 100-%igen macht der Kerl ein einziges Tor. Das
dritte Bayer-Tor steuerte Thomas Brdaric bei, der jetzt doch bei
Berti Gnade gefunden hat. (Gerd Delle) |
| Bayern
München - Energie Cottbus 2:0 |
| Apathische
Antriebslage |
 |
| Wofür das Energie im
Vereinsnamen steht, hatten die Lausitzer gänzlich aus dem Hirn
gewischt und bei ihren süddeutschen Gastgebern schien diese Vokabel
ebenfalls aus dem Sprachreservoir getilgt zu sein. Hatte es Föhn?
Alle Energie rausgeblasen aus Beinen und Hirnen? Die Bayern mussten
gewinnen, die Wetten standen auf Sieg, schlechte Quote – nix zu
holen, und wie Steffan Effenberg blaffte, auch nix zu sagen.
"Wir sind nicht in der Situation, wo wir etwas sagen können,
aber wir werden wieder in die Situation kommen, wo wir wieder etwas
sagen werden." Das 2:0 gegen Cottbus ist noch kein Grund, den
Mund wieder voll zu nehmen. Zwar war das 1:0 durch Scholl ein
sehenswerter Treffer, aber beim 2:0-Abstauber Effenbergs wurde klar,
daß aus diesem Spiel die Luft bereits raus war. Schlaff
daherlaufende Kicker, zäh anzuschauen wie Grafschafter Goldsaft,
der vom Messer aufs Toast tropft. Die Bayern übernehmen die
Tabellenspitze. Ein paar Allerwelts-Vokabeln fallen aus den
Spitzmündern der Führungsriege, und die üblichen Floskeln quellen
aus den Spielern hervor – daran sind natürlich seltenst die
Spieler schuld, sondern die minderbegabten Fernsehfragefritzen, die
sich selber viel zu wichtig nehmen und durch ihre greinblöden
Rhetorikfragen ebensolche Antworten erhalten. Für die deutsche
Meisterschaft kann ein so leidenschafsloses, langweiliges Gekicke
durchaus reichen, aber im Spiel am kommenden Mittwoch gegen Arsenal
scheint bei gleichbleibender "Klasse" eine Niederlage
unabwendbar. (Dona Mara) |

| SC
Freiburg - Borussia Dortmund 2:2 |
| Tendiert leichter... |
 |
| heißt es so schön im Börsenjargon, wenn der Dax mal wieder Prozentpunkte
lässt und die Kurve rasant nach unten jagt, wie der Streif. Für die
Share-HOLE-Value-Halter der Borussia-Aktie war das Spiel gar nicht so toll, eine
2:0 Führung muss einfach gehalten werden. Dies ist der Blickpunkt für die
schlichten, ergebnisorientierten Gemüter, wer darüber hinaus jedoch noch
Interesse am Spiel hatte, der wurde auf beste bedient. "Guten
Fußball" habe es zu sehen gegeben, war zu hören und die visuelle
Nachsicht gab dem Radiomoderator recht. Das 1:0 für Dortmund war wunderschön.
Dedes Volley aus knapp 30 m ist eine Muss-Nominierung für das Tor des Monats.
Nach Reinas 2:0 lag die Wahrscheinlichkeit, dass die Borussen das Spiel gewinnen
bei 90 Prozent. Lediglich es fehlte ihnen der Glaube und so geschah es.
Metzelder foulte Willi. Der Schirri zeigte prompt auf den Punkt und Sellimi
verwandelte zum 2:1. "Adel verpflichtet", dieses Sprichwort
bestätigte sich. Bei einem schnell ausgeführten Konter in der 58. Minute
verwandelte Adel Sellimi zum 2:2 Endstand. (Dona Mara) |
| VfL
Bochum - 1.FC Köln 2:3 |
| Klassenerhalt als
Hypothese |
 |
| Praktisch abgestiegen, Klassenerhalt nur noch theoretisch, so heißt es schon
seit Spieltagen. Das wollen wir doch mal sehen, dachten sich wohl die Kicker vom
VFL aus Bochum und schossen flugs zwei Tore (Buckley und Schindzielorz) gegen
den 1.FC aus der „schönsten Stadt Deutschlands". Besser kann man gegen
eine Kontermannschaft kaum loslegen. Als dann Sichone nach rüdem Foulspiel vom
Platz flog war praktisch schon alles klar und ein Sieg der Kölner gewagte
Theorie. Doch Anschlusstreffer und der nach Konzessionsentscheidung riechende
Platzverweis gegen Drincic zerfetzten das dünne Nervenkostüm der
Abstiegsgefährdeten. Fortan wurde so kleinmütig agiert, dass den nicht eben
überzeugenden Kölnern das Toreschießen leicht gemacht wurde: 2:2 - Kreuz nach
Zuspiel von Timm (61. Min) und 2:3 - Pivaljevic nach Einzelleistung (80. Min).
Und selbst als nach zwei weiteren Platzverweisen (der tretende Springer und der
pöbelnde Lottner) in der Schlussphase nur noch 8 Kölner auf dem Platz standen,
waren die immer noch Herren der Lage. Traurig, traurig aber Hoffnung ankert
weiter, denn als Hypothese ist der Nichtuntergang keine reine Theorie, sondern
bleibt bei 7 Punkten Rückstand auf den 15ten Tabellenplatz praktisch weiterhin
möglich...oder so. (Egon Zewe)
Die Kölsche Sicht der Dinge von unserem bewährten
Geißbock- Korrespondenten Stuhlfauth
|
mailto: headquarter@football-crazy.de
home
|
|
| Ergebnisse |
 |
|
Kaiserslautern - 1860 3:2
Hertha BSC - Rostock 1:0
VfL Bochum - 1. FC Köln 2:3
Wolfsburg - Unterhaching 6:1
HSV - VfB Stuttgart 2:2
Frankfurt - Schalke 0:0
Freiburg - Dortmund 2:2
Leverkusen - Bremen 3:1
Bayern - Cottbus 2:0 |


|
| Oben&Unten |
 |
| Oben spielt die Liga
immer noch Bäumchen Wechsel Dich. Diesmal müssen die Dortmunder dran
glauben, und Leverkusen ist plötzlich wieder im Rennen. Nur mit Schalke
gehts bergab - inzwischen nur noch Platz 6. Vorsicht, sonst wird das
nichts mit dem UEFA-Cup, immerhin müßt ihr im Pokalendspiel noch Union
Berlin schlagen! Auf die da unten ist dagegen Verlaß was das
Nicht-gewinnen angeht. Von Frankfurt bis Bochum hat diese Woche kein Team
3 Punkte geholt. Da freut sich Kölle, hier redet man jetzt endgültig
nicht mehr vom Abstieg.
|
| Frankfurt -
Schalke 0:0 |
| Nullen |
 |
|
Frankfurt – Schalke, ein im Verlauf für den Spieltag irgendwie typisches
Spiel. Allerseits ist von einer guten, unterhaltsamen Begegnung mit gerechtem
Ergebnis die Rede. Bei der gegenwärtigen Auswärtsschwäche war für Schalke
nicht mit mehr zu rechnen und die Frankfurter dürften mit dem Pünktchen gegen
eine „Spitzenmannschaft" zufrieden sein. Von ungefähr sind beide Vereine
jetzt da, wo nüchterne Beobachter sie vor der Saison, was Spielweise und
Tabellenplatz angeht, angesiedelt haben. Wie langweilig! (Egon Zewe)
|
|
|