31. Spieltag 27.-29.4.01

VfL Bochum - Schalke 04  1:1
Was haben die Bayern gelacht!

Seit der Bann, über eine mögliche oder doch erträumte Meisterschaft nicht zu reden, durch penetrantes Nachhaken seitens der Medien gebrochen ist, seit es allseits Berichte gibt, die eine Schalker Meisterschaft ausmalen ("die meisten Fans waren bei der letzten Meisterschaft noch gar nicht geboren"), seit Spieler wie Büskens öffentlich als eigentliche Fans gepriesen werden, die ein großes Lebensziel vor Augen haben, und seit Statistiken veröffentlicht werden, in denen Schalke die meisten Sympathisanten in Deutschland hat, spätesten seit diesen Tagen gärt das bekannte Phänomen der Angst vor der Bangigkeit und lähmt die sonst so willigen Beinchen. Um Himmelswillen! Jetzt nur nicht nervös werden... Zu spät, beim Nachbarn VfL, dem quasi schon abgestiegenen, ging der Krampf schon los. Verloren Eleganz und Dominanz, mit denen vor kurzem noch direkte Konkurrenz gebändigt wurde. Mut und Enthusiasmus wandeln sich zu Muss und Anstrengung. Mann kennt das ja - und es scheint nur eine Mannschaft zu geben, die dagegen immun ist und dazu auch noch Dusel hat. Deswegen mag man die auch nicht, denn nur der wird richtig fickerig angesichts des großen Ziels, der es auch richtig zu achten weiß und der es nicht für selbstverständlich hält, die Schale einzusacken mit einem feisten "mir san mir". Und Wolfsburg wird ganz grausig. (Egon Zewe)

Bayern München - SC Freiburg  1:0
Scheiße versilbern 

Gutes Zeichen das die Freiburger noch keinen neuen Sponsoren, haben für den sie Reklame laufen. Lohnt der Fußballklub zum Marketing-Instrument? Die größte Herausforderung für Marketing-Menschen liegt im Verkauf, entweder im Massenverkauf schlechter Produkte oder guter Produkte zu überhöhten Preisen. Einer der führenden Köpfe der Branche brachte es auf den Punkt: "Wir können zwar aus Scheiße kein Gold machen. Wir können sie aber ein bisschen versilbern." Der Bayern Präsident zieht das Silber an wie Scheiße die Fliegen – und das neue Jahrtausend ist ausgehend vom Fernsehen bundesweit Silber-überpudert. Freiburg ist in diesem monochromen Ödland ein Lichtblick, Künstler und Malermeister, die wieder Farbe ins Geschehen bringen, und eins fehlt ihnen ganz bestimmt nicht: Qualität. Gute Spieler, guter Trainer, gutes Umfeld – zu gut für Marketing. Selbst die Bayern ließen sich anstecken von der Spielfreude. Das Ergebnis war ganz nach Plan: 1:0 – ein Freistoß, den Scholl in der 65. Minute cool versenkte, aber das Spiel war ansehnlich. Der Vorab-Schelte, der Mannschaft mangele es an Kampfgeist und Siegeswillen, die der Präsident wie üblich über das bundesweite Organ der Niedertracht verbreitet hatte, wurde ebenso postwendend widersprochen - und zwar von dem sich sonst bedeckt haltenden Ottmar Hitzfeld, der seiner Mannschaft das Gegenteil bekundete. Allein so ganz wollte er’s nicht glauben, hätte er sonst bemerkt wie viele Aufgaben seine Spieler noch zu bewältigen haben? Die Meisterschaft ist eh schon entschieden – nur wissen tut es noch keiner. (Dona Mara)

1.FC Kaiserslautern  -  Bayer Leverkusen  0:1
Tri tra trulala....
...die Leverkusener sind wieder. Heute gab das Konzern- Ensemble eine Gastvorstellung auf dem Betze. Vorschule auf den Rängen, Kindergarten auf dem Platz und Strippenzieher auf der Tribüne. Der Vorhang hebt sich: unruhiges Getrappel auf dem Rasen – in der neunten Minute trifft Neuville zum 0:1. Die Kasperl vermögen nichts zu richten, ihre Gefolgschaft bleibt nervös. Fehlpässe und Fouls prägten das Spielgeschehen. In der ersten Hälfte vergeben Klose und Basler gute Einschussmöglichkeiten und in der zweiten Hälfte trifft Kirsten, der "Schwatte", das Tor nicht. Glückwunsch an die Lauterer, endlich mal kein Fünferpack bekommen; die viele Kohle des internationalen Wettbewerbs ist zwar futsch, aber mal ehrlich, so richtig wohl fühlt ihr euch in der Ferne doch eh nicht. Und schaut doch mal auf die traurigen Gestalten, die nur noch für das meistverkaufte Produkt ihres Geldgebers glaubhaft einzustehen vermögen: die Schmerztablette. Und dann diese Fleischwerdung von Manager, der bei der Geburt getrennt wurde von der feisten Weltraumkröte Jabba The Hutt. Beide sind adipöse Lichtgestalten, Jabba, die 5m Brumme sondert beständig Rotz und Schleim aus Nase und Maul ab. Gewiss, unappetittlich aber im Vergleich zu den Ausscheidungen des Leverkusener Managers harmlos. Jabba the Hutt hat bereits ausgeschleimt, aber für die rheinländische Kröte steht weit und breit kein Hahn solo bereit, sodass das nächste Opfer schon gewiss ist: ein armes Kasperl. Der Vorhang fällt und die Frage offen: Wieviel Fassungsvermögen hat ein Schalensitz? ( Dona Mara)

Neue Sprüche aus dem Zirkus Don Calli

mailto: headquarter@football-crazy.de

home

 
Vorrundenspieltage
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17

Rückrundenspieltage

18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34
Ergebnisse
Unterhaching - 1860  3:2

HSV - Rostock  2:1

Kaiserslautern - Leverkusen  0:1

Bayern - Freiburg  1:0

Bochum - Schalke  1:1

Wolfsburg - Dortmund  1:1

Stuttgart - Bremen  2:1

Köln - Cottbus  4:0

Hertha - Frankfurt  3:0

Unterhaching - 1860  3:2
Münchner unter sich
Lorenz-Günter Köstner ist wirklich eine arme Sau. Erst sagt er die Wahrheit über seinen Verein (gehört nicht in die 1.Liga), dann macht sich der Hauptsponsor vom Acker, weil er diesen Satz nicht vertragen kann und zu guter letzt straft ihn auch noch die Mannschaft lügen und gewinnt das Duell gegen die Löwen. Wann haben die Hachinger zuletzt 3 Tore geschossen? Erraten - diese Saison erst ein einziges Mal, und das war in der Hinrunde beim legendären 5:2 gegen Hertha BSC. Und da Cottbus vom FC Kölle mit 4:0 regelrecht vorgeführt worden ist, haben die Hachinger jetzt 2 Punkte Vorsprung (vor einem Abstiegsplatz). Es könnte also sein, daß unser Unterhaching noch ein weiteres Jahr in der 1.Liga erhalten bleibt. Bloß wer zahlt im nächsten Jahr die Gehälter?? (Gerd Delle)

Hertha BSC - Eintracht Frankfurt  3:0
Rausch des Abstiegs
Als der Eintracht-Vorstand in seiner Verzweiflung Friedel Rausch als Trainer engagierte, da war ihm Hohn und Spott sicher. Da konnte man den armen Rentner fast schon bedauern für dieses Himmelfahrtkommando. Das ein oder andere Pünktchen allerdings hätte man der Mannschaft eigentlich doch zugetraut, aber Friedel Rausch übertrifft tatsächlich alle Erwartungen: 4 Spiel, 0 Punkte. In Berlin sind die Frankfurter eigentlich sogar noch mal davon gekommen. Die Hertha ließ Gnade vor Recht walten, begnügte sich mit 3 Toren, schaltete danach 5 Gänge zurück und schaukelte die 2. Halbzeit ungefährdet über die Runden. Nächste Woche darf die Eintracht einen letzten Versuch unternehmen - zuhause gegen Bochum. Da geht es dann endgültig um Kopf und Kragen. (Gerd Delle)