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Geschafft! Endlich ausgeschieden! Was wollt Ihr denn, Ihr großen Kritiker der deutschen Fußballnationalmannschaft. Von Katastrophe ist die Rede. Von Blamage. Habt Ihr alle vergessen, daß diese Mannschaft mit keinem anderen Ziel bei der EM angetreten ist? Das war doch Klasse, wie Olli Kahn im Stile eines 10-Jährigen den Ball zum 2:0 in die Maschen rutschen ließ. Vier große Mittelstürmer, für die uns alle beneideten, schießen kein einziges Tor. Das hat Stil, meine Herren. Wer bei der deutschen Mannschaft Siege erwartet hat, der war auf dem falschen Dampfer. Aber unterhaltsam war es doch. Erich Ribbeck ist ein Künstler. Er hat etwas zustande gebracht, das man eigentlich für unmöglich hielt. Daß man mit Regionalliga-Kickern bei einer EM begeisternden Fußball spielen kann, weiß man spätestens nach den Auftritten von Slowenien. Daß das System auch umgekehrt funktioniert, ist wirklich neu. Daß man aus einer Ansammlung hochbezahlter, in ihren Vereinen ordentlich spielender Profis eine Truppe formieren kann, die kickt wie Fortuna Düsseldorf, das bleibt das ungeschmälerte Verdienst von Erich Ribbeck. Wie er das bewerkstelligt hat, bleibt vorerst sein Geheimnis und wird wohl noch Jahre lang Gegenstand der Fußballforschung sein. Vielleicht ist Ribbeck der Weltmeister der Demotivation. Oder der Desinformation. Oder beides. Agentenqualitäten. Ribbecks nächster Job müßte Spionageabwehr sein. Katastrophe? Blamage? Was habt Ihr erwartet? Der Fisch stinkt zuerst am Kopf, sagt ein altes chinesisches Sprichwort. Am Kopf sitzen die Herren Braun und Mayer-Vorfelder, die Erich Ribbeck zum Bundestrainer gemacht haben. Mayer-Vorfelder wird noch ein Weilchen vor sich hin stinken. Er wird bald DFB-Präsident. (Gerd Delle)i
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