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| Von Löwen, Mäusen, Pavianen | |
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Die Sechzga sind längst etablierte Bundesligisten. Sie haben immer wieder Phasen, in denen sie das beste Team der Liga sind, um dann in den darauffolgenden Wochen so stümperhaft aufzuspielen, dass jeder Kontrahent sich darauf freut, gegen die desolaten Raubtiere anzutreten. Mangelnde Konstanz nennt man das wohl im Fachjargon. Dabei sind sie letztlich sehr konstant, nicht nur mit dem ewigen Führungsduo Lorant/Wildgruber, sondern auch Ende jeder Saison mit einem sicheren, jedoch unspektakulären Tabellenplatz. Wäre die Ran-Statistik ein brauchbarer Indikator für die spielerische Klasse einer Mannschaft, dann wären die Löwen ein Spitzenverein. Tatsächlich aber ist man auf dem Weg zur grauen Maus. Selbst die gar nicht so kleine Chance über den UI-CUP eine Teilnahme am UEFA-Cup zur erreichen, wurde nicht konsequent angegangen. Die Heimniederlage gegen den englischen Erstligisten war wie der "gespielte Witz" am Ende von Nonstop Nonsens – vorhersehbar. Die leidige Stadionfrage ist ein weiteres Problem. Ein gut Teil Identität wurde geopfert mit dem durch "Sachzwänge" (Geld!) begründeten Umzug ins fanfeindliche Olympiastadion. Folge: ständiger Missmut und Unwillen bei den im Grunde innigsten und wichtigsten Anhängern. Allerdings - Lorant trotz seiner Haarfarbe mit grauen Mäusen in Verbindung zu bringen, ist irgendwo schief, der Mann erinnert doch eher an das Alpha Männchen einer Mantelpavianrotte (über diese Spezies äußerte einmal ein renommierte Sozibiologe: besäßen diese jemals die Atombombe, läge die Welt innerhalb einer Woche in Schutt und Asche. - Nichts für ungut Herr Lorant - ) Die Gefahr ist groß, dass bald gar nichts mehr passt. Wenn es erstmal so richtig gekracht hat in einer Beziehung, entscheidet sich bald, ob die Kiste standhält oder nicht. Ein schlechter Start und Lorant geht. Egon Zewe, 28. Juli 2001 mailto: headquarter@football-crazy.de |