Angesichts der
nun schon 7. FC- Niederlage und des 13. niederlagenlosen Bayerspiels in
Folge fällt es schwer, sich noch irgend etwas über Bundesligaspiele und
den fetten Calmund, der angeblich krank im Bett lag, einfallen zu lassen.
Man hat nicht einmal mehr Spaß daran, sich über den Ernst, den die
Beteiligten der Sache beimessen, lustig zu machen. Aber nur eins, wenn
Krankheit ein Kriterium für Bettlägerigkeit wäre, müsste Calmund
ständig in einem solchen liegen. Ansonsten lieferte die Bundesliga wieder
einmal nur Standardergebnisse, wie seit Wochen schon.
Es gab einmal
Zeiten, in der die Ausgeglichenheit dieser Liga hochgelobt wurde, in denen
selbst ein Uli Hoeness davon schwärmte, dass dort auch der Letzte den
Ersten schlagen könne. Dies alles ist nur noch pure Nostalgie, z. B.
Bayer und BVB können spielen, wie sie wollen, sie gewinnen immer (Bayer)
oder fast immer (BVB). Selbst Bayern verliert, nach 9 Siegen , gegen nun
auch schon in 7 Versuchen 6-mal siegreiche Bremer (ohne Gegentor), eine
Serie musste eben reissen. Die Bundesliga ist stinklangweilig geworden, in
der der Letzte gegen den Ersten nicht den Hauch einer Chance mehr hat,
selbst wenn der Erste seinen fetten Manager mitspielen lassen würde. Auch
Randnotizen wie der beim FC ins Gespräch gebrachte Kapitän des
zukünftigen Weltmeisters, Rigobert Song, interessieren nicht mehr
wirklich, denn auch er wird am Bundesligazement nichts mehr ändern.
Selbst Zaza würde mit St. Pauli absteigen.
Die Bundesliga
ist keine Liga mehr, vielmehr besteht sie aus mindestens 4 Ligen: Die
Immergewinner, die Fastimmergewinner, die Sieger gegen die Niegewinner und
eben die Niegewinner (ab Cottbus), traditionelles indisches Kastenwesen
eben. Um zu verdeutlichen, auf welchen Spuren die Bundesliga, in der seit
ewigen Jahren die gleichen Vereine die ersten Plätze belegen, wandelt,
hier eine Liste der langweiligsten Ligen der Welt:
- DDR-Oberliga: FC Dynamo Ost-Berlin, 10x in Folge Meister
- Norwegen: Rosenborg Trondheim, gerade zum 10x mal in Folge Meister
geworden
- U. a. Russland: Spartak Moskau, gerade zum 6x mal hintereinander
Meister geworden
Z. B. Portugal: Meister wurden
bis zum letzen Jahr (Boavista zum allerersten Mal) immer nur Sporting,
Benfica oder der FC Porto, ca. 87 Jahre lang.
Von Schottland will ich hier
erst gar nicht anfangen. Aber bei Betrachtung der Heimatländer dieser
grossen Vereine wird mit einem mal der wahre Stellenwert der deutschen
Nationalmannschaft klar.
Al Aaf, 18.11. 01