14. Spieltag 24.-25.11.01

Bayer Leverkusen - AOL Hamburg  4:1
Meister werden mit Toppi

Siegen lernen heißt von den Bayern lernen. Bayer Leverkusen ist ein Paradebeispiel dafür, welchen Einfluß ein Trainer auf eine Mannschaft haben kann. Zwischen der Chaos-Truppe von Berti Vogts und Bayer heute liegen nur ein paar Monate, aber dennoch Welten. Klaus Toppmöller hat der Mannschaft eine Siegermentalität eingeimpft, daß selbst den Bayern Hören und Sehen vergeht. Bayer Leverkusen will einfach nicht mehr verlieren und walzt stattdessen die komplette Liga nieder. Wenn der Schwatte nicht trifft, dann ist da ja noch Michael Ballack, der zur Zeit immer trifft, und Olli Neuville, von dem man eigentlich dachte, daß er nie trifft, der diesmal aber gleich dreimal traf. Armer HSV. Bayer war gnädig und beließ es bei vier Toren. Es stehen schließlich noch andere Aufgaben an - am Mittwoch z.B. in Turin. 

Bayern München - 1.FC Nürnberg  0:0
Absteigen mit Auge

Effe hatte Mitleid mit sich selbst und den Bayern und verletzte sich erneut. Leider hatte Claudio Pizarro einen rabenschwarzen Tag, weswegen die Nürnberger einen Punkt aus München entführten. Klaus Augenthaler sitzt so fest im Sattel wie eh und je, da kann die Mannschaft vor sich hinmurksen, so lange und so viel sie will. Das ist neu in der Liga: bei den potentiellen Absteigern werden die Trainer nicht mehr geschasst. Untergehen mit Klaus Augenthaler, heißt die Devise. Das ist vernünftig. Untergehen ohne Klaus Augenthaler wäre jedenfalls erheblich teurer. 

FC St.Pauli - 1.FC Köln  1:2
Absteigen mit Demuth

Im Duell der Niegewinner setzte sich der 1.FC Köln in Hamburg durch, was bei der traditionellen Freundschaft der Fangruppen Grund genug für eine zünftige Party ist. Der FC trat mit seinem Schweizer 600.000 DM- Schnäppchen an, der sogar das Siegtor schoß, und mit Mr. Song, der nach einer einzigen Trainingseinheit den Paulianer durch pure Erscheinung das Fürchten lehrte. He is a strong man, yes. Bei St.Pauli hieß die Devise schon zu Beginn der Saison: Absteigen mit Dietmar Demuth. Es bleib auch keine andere Wahl. Beim allerersten FC Köln heißt die Devise inzwischen Absteigen mit Ewald Lienen. Oder 15.Platz. Auf jeden Fall aber: Kämpfen, bis der Arzt kommt. 

VfL Wolfsburg - Mönchengladbach  3:1
Absteigen mit Meyer

Absteigen mit Wolfgang Wolf?? Vor ein paar Wochen sah es noch so aus in Wolfsburg, inzwischen ist der VfL von den Niegewinnern zu den Manchmalgewinnern aufgestiegen und spielt dabei sogar hin und wieder ganz ordentlichen Fußball. Die Borussia dagegen hat sich endgültig in die Reihen der Niegewinner einreiht und kämpft sich mit Riesenschritten dem Abgrund entgegen. Devise: Absteigen mit Hans Meyer, der trotz süffisantem Dauergrinsen wahrscheinlich inzwischen seine Entscheidung bereut, statt in Rente zu gehen seinen Vertrag verlängert zu haben. 

Energie Cottbus - VfB Stuttgart  0:0
Absteigen mit Geyer

"Wir haben jetzt ein Viertel der Punkte, die wir brauchen", witzelte Ede Geyer nach dem 5.Spieltag. Da stand Energie noch in der oberen Tabellenhälfte. Seitdem sind nicht mehr allzu viele Punkte hinzu gekommen und es sieht nicht danach aus, als ob die restlichen Dreiviertel noch eingefahren werden könnten. Absteigen mit Ede Geyer, heißt die Devise in Cottbus. Absteigen ohne Ede Geyer ginge natürlich auch, aber warum eigentlich?? Der VfB  Stuttgart dagegen, der mit Sicherheit ohne Felix Magath absteigen würde, wenn der Felix nicht plötzlich erfolgreich wäre, werden sich nach dieser Partie richtig ärgern. Sie waren haushoch überlegen und schossen mal wieder kein Tor. 

(Gerd Delle)

mailto: headquarter@football-crazy.de

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Ergebnisse

Bayern - Nürnberg  0:0

VfL Wolfsburg -  Mönchengladbach  3:1

Cottbus - Stuttgart  0:0

Freiburg - 1860   1:3

Borussia Dortmund - 1.FCoKaiserslautern  3:0

St. Pauli - Köln  1:2

Leverkusen - H SV  4:1

Schalke - Bremen  1:4

Rostock - Hertha BSC   1:1