| Kaiserslautern
- Mönchengladbach 3:2 |
| Gladbach
macht schlapp |
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| Geschichte
wiederholt sich doch, und durchaus nicht immer als Farce. Der FCK
spielt 75 Minuten lang zuhause am angeblich unbezwingbaren
Betzeberg miserabel. Gladbach hat die Partie im Griff und liegt
durch zwei wunderbare Kontertore von Arie van Lent verdient in
Führung. Sichere Sache, sollte man denken. Aber dann zieht Mario
Basler aus 30 Metern einen ebenso unsinnigen wie verzweifelten
Schuß ab und das Ding geht rein. Abpraller. In der 90. Minute
bekommen die Lauterer einen Elfmeter (man soll eben nicht einen
gewieften alten Sack wie Olaf Marschall im Strafraum am Trikot
ziehen) und es heißt 2:2. Auch das wäre noch akzeptabel gewesen
für die Gladbacher, aber dann wurde wie schon des öfteren so
lange am Betzeberg gespielt, bis Kaiserslautern gewonnen hat. Das
muß ungefähr in der 94. Minute gewesen sein. Und jetzt ist Big
Brehme happy, und der FCK vermutlich der schlechteste
Tabellenführer der letzten 10 Jahre. (Gerd Delle) |
| Hertha BSC
- Borussia Dortmund 0:2 |
| Sammer
erzählt... |
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| ...einen vom
Pferd. Bei der Hertha gab es
auf einer Reklametafel zu lesen: "Gelb macht
glücklich", aber entweder kann Trainer Sammer nicht lesen
oder aber er will es nicht, jedenfalls blieb ihm die Botschaft
verborgen. Beim Spiel seiner Mannschaft sah er wieder mal nur rot.
Lag das womöglich an dem wurstigen goldgelben Schlips, der ihm
das Blut im Schädel staute und auf die Augen drückte?
"Unterirdisch" hätten sie gespielt – erstaunlich gut
für ne unterirdische Leistung konnte man als Zuschauer nur
befinden. Spieler wie Rosicky und Amoroso kann man gar nicht genug
zutrauen. Der Treffer zum 1 :0, aufgelegt von Rosicky, vollendet
von Amoroso, war wunderschön. Die Berliner spielten zwar gut mit,
aber es war zuviel Wasserstoff- peroxid im Spiel. Das Zeug hat eine
verheerende Wirkung, die Haare werden gebrochen und legen sich
steif und fest um den Schädel. Das verändert natürlich den
Drall beim Kopfball. Schlimmer wird das nur noch durch den Auftrag
von Gel – im Ruhrgebiet sagt man nicht umsonst, das (in diesem
Fall den Sieg) kannse dir in die Haare schmieren. Der Treffer zum
2:0 war zwar nicht ganz so ansehnlich wie der erste, aber ganz und
gar nicht unterirdisch. Überhaupt ist die gesamte
Borussen-Mannschaft recht proper und spielt dazu überraschend
gut. Alles könnte so schön sein, gäbe es sie bloß ohne den
Sammer, der Blut, Schweiß und Tränen fordert, so aber ist der
vom Trainer daher palaverte Einbruch nur eine Frage der Zeit. Eine
sich selbst erfüllenden Prophezeiung tritt dummerweise immer ein.
Im letzten Jahr rumpelstiltze der Trainer rum : Ich krieg nen
Koller und jetzt, wo er ihn hat, erzählt er einem vom Pferd. (Dona
Mara) |

| Bayern
München - Schalke 04 3:0 |
| Aufwachen! |
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| Es
mag an der fehlenden Heimstaat liegen, dass die Schalker momentan
orientierungslos wirken, vielleicht lag es aber auch nur am
blendenden Wetter. Die Gedanken kreisten zwar um die schönste
Nebensache der Welt, aber die Umlaufbahn war irgendwie gestört.
Dramatisch nahmen sie die Niederlage jedenfalls nicht, und das
völlig zu Recht. Zu sehen gab es einen bayerischer Arbeitsieg.
Klar und trocken, zweimal nach Standartsituationen, schossen sich
die Bayern in der ersten Hälfte zum Heimerfolg. (Vielleicht sogar
ein bisserl beschwingt, da der große Landesvater auf der Tribüne
weilte und im Anschluss an das Spiel dem FC Bayern zur Ehre - für
was auch immer?! - eine Fotographie von sich selber überreichte.)
In der vergangenen Woche haben die Mönche einen gedeihlichen
Weckdienst verrichtet. Könnte sein, dass heuer den Bayern die
gleiche Bestimmung für die Schalker zugefallen ist. In der
zweiten Halbzeit waren die Schalker immerhin schon so munter, dass
ihnen hie und da ein ahnsehnlicher Angriff glückte. Der frisch
gekürte "Fußballer des Jahres" belferte seinen
"Kameraden" - auf den Weg von der Kabine ins Stadion vor
laufender Kamera in schnarrendem Drittreichtonfall an: "Kommt
Männer, kommt Männer auf" (vermutlich in den Kampf).
Überhaupt "Fußballer des Jahres", schämen sich die
Journalisten eigentlich nicht, andauernd Torwärter zu Fußballern
und dann auch noch des Jahres zu küren? Peinlich - und was die
Kompetenz unserer Pressevertreter angeht gleichzeitig bezeichnend.
Abgesehen davon ist O. Kahn auch in seinem Metier (des eben nicht
Fußballspielens) erkennbar nicht unter den Allerbesten. Das
Keepen ist eine sehr schlichte, klar definierte Aufgabe: Der Ball
darf nicht ins Tor. Das lässt sich dankbar zu einer Statistik
machen. Die Ran - Datenbank ist hier ausnahmsweise recht
aussagekräftig. Honoriert wird allzeit, zuvorderst vom gemeinen
Presskläffer vom Straßenblatt, großmäulige Wichtigtuerei und
zur Schau gestellte Besessenheit. Dass so ein verhaltensgestörter
Aggressivling als Vorbild für den Nachwuchs hingestellt wird ist
schon irritierend. Ein vergleichsweise gelassener Typ wie Richard
Goltz mit gehöriger Distanz zu sich selbst und zum Geschäft, hat
da keine Chance. (Egon Zewe) |
mailto: headquarter@football-crazy.de
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Ergebnisse |
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Bayern -
Schalke 3:0
Wolfsburg -
St. Pauli 1:1
Hertha -
Dortmund 0:2
Nürnberg -
Freiburg
Bremen -
Cottbus 3:2
HSV -
Stuttgart 2:0
Köln - 1860
2:0
1. FC
Kaiserslautern - Mönchengladbach 3:2
Rostock -
Leverkusen 0:3
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| 1.FCK -
1.FCK 2:1 |
| 95
Minuten?? |
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Nein, 95
Minuten wurden diesmal nicht gespielt. Schließlich lagen die
Lauterer in Führung und Kölle drängte auf den Ausgleich.
Seltsam, sagt Ewald Lienen. Noch seltsamer fand unser
Korrespondent Al Aaf, der sich dem neuen Volkssport
Premiere-Abzocken verschrieben hat, das, was er da auf dem
Bildschirm zu sehen bekam. Mehr  |
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