24. Spieltag 23.-24.2.02

Bayern Leverkusen - Borussia Dortmund  4:0
Klatschmarsch für den BVB
Wäre diese Partie 0:0 ausgegangen, dann häte man sich vielleicht noch über Matthias Sammers Beschwerde unterhalten können, daß dem BVB ein reguläres Tor wegen angeblichem Abseits aberkannt wurde. Aber das Spiel endete nicht 0:0, weil Bayer Leverkusen überhaupt nicht 0:0 spielen kann. Bei Klaus Toppmöller heißt die Devise allemal gewinnen oder verlieren, Unentschieden sind immer Scheiße. Und so haben sie doch tatsächlich den vermeintlichen Titelanwärter aus dem Pott vom Platz gefegt. Respekt. Die stärkste Abwehr der Liga erwies sich gegen den stärksten Sturm der Liga als löcheriger Käse. Im Grunde genommen ist der BVB sogar noch glimpflich davon gekommen, weil Bayer und vor allem der Schwatte mal wieder eine ganze Reihe hochkarätiger Chancen versiebte und der Schiedsrichter Mitleid an den Tag legte und vergaß, Stefan Reuter vom Platz zu stellen. Gut zu wissen, daß das System schlecht Spielen und trotzdem gewinnen auch nicht immer funktioniert. 

Gerd Delle

Schalke 04  - SC Freiburg  3:0
Hallenbadakustik
Was ist nur los mit den Breisgauern, bisher lief es doch wenigstens gegen Schalke meistens gut. Vor diesem Kick hatte man bei den letzten 7 Treffen immerhin nur einmal das Nachsehen. Um den SC wäre ist im Gegensatz zu den Kölnern wirklich schade. Schon die Antwort von Goltz auf die impertinente Frage des kugelköpfigen Töpperwin, ob denn jetzt nicht mal Kämpfen angesagt sei, sagt da alles: mit bloßen Kämpfen käme man nichtmal bis zur Mittellinie..., da drehte der Drogenmann das Stilauge und schlich sich. Bei Hallenbadakustik und voller Bude hatten die Schalker eine famose erste Halbzeit. Böhme traf, wie in alten Tagen, aus vollem und um die Ecke aus 25 Metern, Asamoah vollendete eine Fußballtenniseinlage im Freiburger Strafraum volley und Wilmots wurde für seine Unermüdlichkeit und Spielfreude mit dem 3 zu 0 belohnt. Danach war Sense. Und die 60.000 konnten schön im warmen dösen, wo andere bei Wintersturm mit steifen Fingerchen ihr bittres Astra schlürfen mussten. Schalke ist jetzt nach der Dortmunder Niederlage vorne dran und psychologisch in günstigerer Position als vor einem Jahr. Für Freiburg bleibt zu hoffen, dass sie ihren Lauf wieder finden, das geht eh´ nur ohne Krampf und Kampf.

Egon Zewe

mailto: headquarter@football-crazy.de

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Ergebnisse

Wolfsburg - 1860   1:3

Rostock - Stuttgart  1:1

Bayern - Cottbus  6:0

Schalke - Freiburg  3:0

Bayer Leverkusen - Borussia Dortmund  4:0

Bremen - H SV  0:1

Nürnberg - Köln  2:0

Hertha BSC Berlin - 1. FC Kaiserslautern  5:1

FC St. Pauli - Borussia Mönchengladbach  1:1