| Schalke
- Leverkusen 3:3 |
| Postkoitale
Depression |
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| Schalke –
Leverkusen. Seit das Pharma Lockmittel in die Liga gehievt wurde,
ist diese Spielpaarung die vermeintlich schroff gegensätzlichste in
der Liga. Hier der Traditionsclub mit allgemein gebilligter
Herkunft, dort das Plastik Ensemble aus dem Kölner Retortenvorort.
Beide haben sie jetzt eine Arena! Bayarena, Arena auf Schalke...die
zweite überdies eine Art Pillenbox. Da deuteten sich
Gemeinsamkeiten an, und genau betrachtet ist Schalke und sein Verein
wenig anderen Ursprungs als die Werbetruppe vom Rhein. Aufgeblähtes
Städtchen der Kohlenknechte, das mittels der organisierten
Förderung durch die wohltätigen Ausbeuter, nicht nur des schwarzen
Grubengoldes, sondern auch der kickenden Belegschaft, zu nationalen
Ruhm gekommen ist. Jetzt nennen sie ihr Stadion gleichfalls so
geschwollen wie daneben Arena, was ja nichts anderes als Sand heißt
. Will man damit das blutige Spektakel spanischer Stierkämpfe
heraufbeschwören? Oder nur den eigenen Torjäger Ebbe ehren?
Auf dem Platz jedenfalls gingen die Spieler gleich aufeinander
los wie gereizte Büffel. Die Atmosphäre im Neubau ist so grandios
wie die Angriffslust fördernd. Wenn sich erst eine Kultur der
Anfeuerung bei den Fans entwickelt hat, kann das neue Heim den
Schalkern zu so manchem Punkt verhelfen. Diesmal reichte es „nur“
zu einem sehr unterhaltsamen Spiel. Die Knappen führten schnell 2 :
0. Berauscht vom selbst inszenierten Getöse, träumte man auf den
Rängen bereits vom Kantersieg und malte sich aus, zu welch
außerordentlicher Heimstärke, die neue Stimmung führen werde.
Doch leider, schnell war man denn doch wieder auf dem Boden
der, augenblicklich eher harten, sportlichen Realität. In der
zweiten Hälfte kamen die zunächst wie paralysiert wirkenden
Reklamekicker gut ins Spiel und gekonnt zum Ausgleich. Die Blauen
machten währenddessen einen erstaunlich fertigen Eindruck. Als
folgte dem frühen Höhepunkt eine Art postkoitale Depression. Da
muss wohl noch gelernt werden, mit der neuen Hurrastimmung umzugehen
und nicht zu früh alle Körnchen herzugeben, wie der
Radsportexperte sagt, wenn sich jemand zu zeitig verausgabt.
Freilich gelang noch mal die Führung durch einen spektakuläres
Kopfballtor von Emile Mpenza, der den stärksten Eindruck auf dem
Platz hinterließ. Indessen, es konnte abermals der Sack nicht zu
gemacht werden, ein unnötiges Freistoßtor in letzter Minute
kostete 2 Punkte und den ersten Saisonsieg. (Egon Zewe) |
| Hansa
Rostock - Borussia Dortmund 0:2 |
| Dortmund
unschlagbar (pt4) |
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| Friedhelm
Funkel könnte jetzt sein Statement vom Spiel gegen Leverkusen
wiederholen. Er könnte jetzt sagen, daß keineswegs eine Maßlose
Enttäuschung entstehe, weil Hansa ja gegen einen überlegenen
Gegner verloren habe. Was natürlich stimmt, denn Hansa hatte
tatsächlich gegen die Borussia keine Chance. Matthias Sammer
blickte wie immer skeptisch aus der Wäsche und verkündete, daß
das, was die Borussia in der 2.Halbzeit ablieferte, weit entfernt
von mesterlich gewesen sein. Was ebenfalls stimmt. Man könnte es
natürlich auch andersherum sehen: langsam aber sicher entwickelt
die Mannschaft bayerische Fähigkeiten. Sie tut nicht mehr als sie
muß, und faährt damit sogar noch einen neuen Bundesliga-Rekord
ein: 4 Spiele, 12 Punkte, kein Gegentor, das hat bislang noch
niemand geschafft. Am nächsten Spieltag schlägt dann die Stunde
der Wahrheit: die Bayern kommen. (Gerd Delle) |

| AOL
Hamburg
- 1.FC Kaiserslautern 2:3 |
| Dumm
kickt gut |
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| Das
vergnügungssüchtigen Pfälzer Jungvolk, das sich anstatt in
Hamburg für ihren Verein zu schreien, lieber über das Kölner
Ringfest schob, fraß, soff, in Hauseingänge pisste, dezent die
Ecken voll kotze und Scooter zujubelte musste erfahren was die
Tücken der Technik ausmacht. Das maldeite Handy brachte
wieder mal viel zu spät eine WAP-Verbindung zu Wege und so
gelangten die Ergebnisse erst Stunden später in die bis dato
benebelten Hirne. Was da ankam klang gut, zumindest das Ergebnis
stimmte. Der Rest war egal; aber „egal“ ist „Lage“ von
hinten und die Lage für die Pfälzer wird schlechter. Der HSV
spielte einen derart desolaten Streifen in der ersten Halbzeit, dass
die Tore der Pfälzer dadurch an Wert verloren. Dass die Hanseaten
im Geschenke machten, dafür konnte der überragend spielende
Brasilianer Lincoln nichts . Er schoss die Pfälzer mit seinen
ersten beiden Bundesliga-Toren (18., 22.) in Führung. Das 3:0
erzielte Jeff Strasser (28.). In der zweiten Halbzeit gaben der HSV
Gas und spielte eine Reihe guter Torchancen heraus. In der 56.
Minute köpfte Nico-Jan Hoogma die Flanke Erik Meijers zum 1:3 ein.
Acht Minuten Später erzielte Meijer, ebenfalls per Kopf, den
Anschlusstreffer. Kippen konnten sie das Spiel jedoch nicht mehr.
Nach dem spiel frohlockte Mario Basler: "Wir wollen Deutscher
Meister werden, die Statistik spricht ja für uns." Welche
Statistik? (Dona Mara) |
| Bayern
München - FC St. Pauli 2:0 |
| Sforza
Bavaria |
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| Die Tabelle
nach den ersten Spieltagen bietet öfters die fixe Spanne, den
verehrten Versagerverein mal oben und die ewigen Gewinner unten zu
sehen. Diese Saison ist leider kaum was gewesen von diesem
Vergnügen. Nicht mal der FC Bayern ward korrekt gebeutelt, und das
heilige Pauli an der Tabellenspitze?, - weit gefehlt. Das
Spiel der beiden Klassenfeinde verlief denn leider auch in allzu
leicht vorhersagbarer Bahn. Die Heiligen, bang wie die Lämmer,
waren scheint’s froh nicht unter die Räder zu geraten. Der
Gegner, Favorit und Antagonist, tat grad genug, um die Punkte sicher
einzufahren. Der auffälligste Aspekt des Treibens: Das Spiel bot
dem allseits eher ungeliebten und zuletzt heftig kritisierten C.
Sforza die Gelegenheit, sich mit herausragender Darbietung sportlich
zu rehabilitieren - wie es so schön ausgeleiert heißt. Sforza
spielte groß auf, schoss ein Tor und bereitete das andere vor,
konnte aber darüber hinaus wegen Bazi - typischer Schnöseligkeit
nicht die geringste Zuneigung gewinnen. Jetzt also halten sich
beide Mannschaften schon früh in Tabellenregionen auf, wo man
sie auch am Ende der Saison erwartet. Irgendwie schad und fad. (Egon
Zewe) |
mailto: headquarter@football-crazy.de
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Ergebnisse |
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Bayern - FC
St. Pauli 2:0
Wolfsburg - Freiburg
1:1
Hertha BSC - Cottbus
2:3
Nürnberg - Stuttgart
2:4
Bremen - 1860 1:3
Hamburger SV - Kaiserslautern
2:3
1. FC Köln - Borussia Mönchengladbach
0:2
Schalke - Leverkusen
3:3
Rostock - Dortmund
0:2 |
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| Hertha - Cottbus
2:3 |
| Dortmund
jagen |
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| Sieh da, die
Borussia bekommt einen ernsthaften Konkurrenten - und er heißt
nicht Hertha, sondern Energie. Ede Geyers Truppe hat jetzt schon
so viele Punkte wie im letzten Jahr nach der halben Vorrunde - und
das nicht einmal unverdient. Wie sie die Berliner ausgekontert
haben, das konnte sich wirklich sehen lassen, und daß sie in der
Abwehr inzwischen sogar einigermaßen sicher stehen, bringt die
Gurkentruppe spürbar nach vorn. Der Kanzler hat also im
Nachhinein recht behalten: Energie ist eine echte Bereicherung der
Liga - und wenn auch nur, um Hertha BSC zu schlagen. |
| Köln - Gladbach
0:2 |
| Not
vs Elend |
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Das Ergebnis
ist fast schon wie erwartet. Köln kann zuhause gegen Gladbach
einfach nicht gewinnen. Neu war die Qualität des Spiels: Not
gegen Elend hat unser Korrespondent Al Aaf ausgemacht. Mehr  |
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