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| Journalistisch
zur Exekution freigegeben. Oder: |
| Werner
H. hat doch recht! |
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| Niemals hätten wir es uns auch
nur träumen lassen, aber jetzt ist es so weit. Tollhaus Bundesliga. Wir
müssen uns tatsächlich ernsthaft mit der Frage beschäftigen, ob
Werner Hansch recht haben kann.
Noch am Samstag hat er uns, als er wieder mal den Jürgen von
Manger des Fußballs spielen und das Matsch der Borussia kommentieren durfte
- mit einer unlösbaren Problematik konfrontiert: ist der Satz "Das
Spiel war so, wie man es gemacht hat" vollkommener Schwachsinn oder
hochgreifender Tiefsinn. Wir erinnerten uns daran, daß Angela Merkel nach
der Kanzlerantrittsrede immer wieder die Frage aufwarf: "Was ist
es??" Die entsprechende Frage bei Werner Hansch müßte jetzt lauten:
"Wer ist man?" und "Was hat man dem Spiel angestellt?"
Noch tief gerädert vom nächtlichen Grübeln, beehrt uns
Werner Hansch am Sonntagabend schon wieder, aber diesmal haben wir ihn
erwischt. Er kann nicht recht haben, wenn er über Bremens Torhüter sagt:
"Borell - einmetereinundneunzig ist er alt"!!
Dann aber - im Fortgang seines Kommentars - bekommen wir
wieder Zweifel: könnte Werner "neunundfünfzigjahre groß" Hansch
vielleicht doch einmal recht haben? Nur einmal? Über Ottmar Hitzfeld sagt
er: "Der Mann ist journalistisch zur Exekution freigegeben."
Tatsächlich scheinen die Exekutionsvorbereitungen nach dem blamablen
Auftritt der Bayern in La Coruna weit fortgeschritten. Paule "Ichweißalles"
Breitner baut schon in aller Öffentlichkeit den Bayern die Brücke: die
galanteste Lösung wäre eine Trennung zur Winterpause. Ottmar Hitzfeld von
einer afghanischen Grippe befallen und arbeitsunfähig. Eine
gefährliche Taktik, lieber Paul, denn bis dahin sind noch 7 Spieltage zu
überstehen, in denen die Bayern nicht nur die deutsche, sondern sogar die
Münchner Stadtmeisterschaft verspielt haben könnten. Wie sagte doch Werner
Hansch über den besten Bayern-Kader aller Zeiten (und jetzt hat er doch zu
unserer großen Überraschung vollständig recht): "ziellos, ratlos,
trostlos." Eine derart ideenlos vor sich hinkickende Truppe (in der
plötzlich eine Mehmet Scholl zum auffälligsten Spieler wird), hat man
lange nicht mehr gesehen. Und das alte System von Ackern und Rackern, daß
man in München jetzt Hingabe und Laufbereitschaft nennt, es will bei den
Bayern einfach nicht funktionieren. Also haben sie auch in Bremen verloren -
with a little help from godly Kahn.
Leider fällt auch der auch der ansonsten zu
jedem Seitensprung bereitstehende Franzl als neuer Hoffnungsträger auf der
Bayern-Trainerbank aus. Der fragt derzeit im Fernsehen dauernd "Wo bin
ich?" - und wenigstens das sollte auch ein Bayern-Trainer heute
wissen. |
Gerd Delle
mailto: headquarter@football-crazy.de
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| Ergebnisse |
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Energie Cottbus - Schalke 0:1
1. FC Nürnberg - Borussia Mönchengladbach
2:1
1860 München - Arminia Bielefeld 3:1
Werder Bremen - Bayern München 2:0
Hannover 96 - Wolfsburg 3:1
Hansa Rostock - 1. FC Kaiserslautern 2:2
VfL Bochum - Hertha BSC 3:0
Leverkusen - Stuttgart 0:1
Borussia Dortmund - Hamburger SV 1:1
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| Leverkusen
- Stuttgart 0:1 |
| Forschungsprogramm |
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| Die Pharma-
Forschungsabteilung von Bayer arbeitet derzeit fieberhaft an einem
Mittel, das da absehbaren Platzen von Reiner Calmund doch noch
verhindern könnte. Die Aussichten sollen nicht sonderlich groß sein,
denn Bayer 04 "gruselt sich in den Keller", wie der Kölner
Express so schön titelte. Nächstes Wochenende eine Niederlage auf
Schalke, Gladbach und Hannover gewinnen - dann ist Bayer da, wo man
die Saison begonnen hat. Auf einem Abstiegsplatz. Für Lucio und
Schneider, deren Millionen- Deals in Spanien Anfang der Saison
geplatzt sind, bleibt dann nur noch eine Chance: sich bis zum
Saisonende verletzt abmelden. Vielleicht auch nur bis zum Abgang von
Klaus Toppmöller. |
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