Die
Saison dauert viel zu lange. Ich meine, nicht vom Kalender her.
Ich meine, wenn die Welt schlecht ist, alles um einen herum in
sich zusammenfällt, Amerikaner eine neue Art des Football
erfinden (enorme Raumgewinne etc.), dann kann es eigentlich nicht
genug Fußball geben, vor allem im Fernsehen. Fraglich ist nur, ob
das Gezeigte auch wirklich dient Erbauung dient. Erinnern wir uns
also mal an den 25. Spieltag: Ging da was? War da was?
Da war: Christiansens Freistoßtor in letzter Minute. King Kahn
semmelt sich die Kugel selbst rein. Wie schön. Hat wohl keinen
Bock mehr auf Rekorde, der Knabe. Meister werden, 4:1 gewinnen,
ein bisschen Ärger in sich aufkommen lassen, King Kahn weiß alle
Tricks, um ja keine Langeweile zu produzieren.
Dann war da: Das Ausgleichstor der Wölfe in Leverkusen. Noch
mehr Koteletts für Calli, noch mehr Herztabletten für alle, noch
mehr Hickhack um Trainer und Sportdirektoren. Wie schön. Die
Gespenstershow in Callis Domizil (wie breit sind die Türen?) kann
weiter gehen.
Dann war da: Das Spiel HSV gegen Schalke. Oder 11 gegen 8. Oder
wie man sich selbst um Punkte fault.
Dann war da: Die Rettung des Betzenbergs in Cottbus und der
erneute Untergang des Clubs. War aber auch irgendwie klar, das.
LAAANGWEILIG!
Die Saison dauert zu lange. Ich habe ja schon immer die
Rückreduzierung der Liga auf 16 Teams befürwortet. Die
Zwangszusammenlegung der restlichen europäischen Ligen, und ein
gleich anschließendes Play-Off-Kicken der Meister und Vize um den
Europapokal. Von Amerika lernen, heißt essen lernen, aber auch
siegen, seien wir ehrlich.
Gainsbourez
23.4.3