 Bochum wie auf Playstation
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| Bayer Lack ab |
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Ein munteres Wettschiessen um die Tabellenführung gab's am Samstag zwischen Bochum und Rostock. Eine wirkliche Chance hatten die Südschweden aber nur, als dem VfL ein kleiner Betriebsunfall in Form des 0:1 - Rückstands unterlief. Gut 20 Minuten später aber hatten Neururers Burschen das Ganze bereinigt. Halten sie ihre Trefferquote, wird Bochum die Saison mit phänomenalen 136 erzielten Toren abschließen, davon 68 durch den bescheidenen Hispanodänen ("Meister werden wir nur auf der Playstation." SZ-NRW, 24. 8.). Gerd Müller war eine Wurst. Das nächste Wettschiessen gibt es nach Pokal und EM-Quali leider erst in gut 2 Wochen, die Leidtragenden sind dann Dortmund (in Bochum) und, schon wieder, Bayer, bei Hansa, die ja bekanntlich nicht mal einen reinlassen.
"Unendliches Leid"
Was macht eigentlich XX-Calmund? Schon seit Wochen nichts zu hören vom rheinischen Kauwunder. Geht's ihm schlecht, is er krank? Oder nuckelt er immer noch an den Würstchen, die der lustige Calmundimitator Stefan R. bei Uli Hoeness geordert hat? Nimmt er ab mit der neuen Wunderdiät "Schweig Dich schlank"? Man weiß es nicht. Vielleicht sind ihm aber auch die Leistungen seiner Truppe aufs Gemüt geschlagen. Angesichts der gestrigen Abwehrleistungen z. B. von Lucio versteht man nicht, warum Brasilien bei der WM von China nicht mindestens 3 Stück bekommen hat, und Ramelow zeigte insbesondere beim ersten Tor noch einmal, warum Deutschland gegen Kamerun nach seinem Platzverweis gewonnen hat. Die größte Leverkusener Enttäuschung bislang heißt jedoch ganz eindeutig Jan Simak. Nicht so sehr auf dem Platz, dafür aber um so mehr, was seine Freizeitgestaltung angeht. Als Skandalnudel angekündigt, entpuppt er sich bislang als außerordentlich stilles Wässerchen. Vielleicht liegt es daran, dass er in Köln noch nicht so viel kennt. Deswegen möchte ich mich an dieser Stelle für eine ordentliche Sauftour mit Herrn Simak zur Verfügung stellen. Um mich bei dieser Tour mit dem besser verdienenden Fußballprofi finanziell einigermaßen auf Augenhöhe zu bewegen, bitte ich den geneigten Leser hiermit um einen kleinen UKB:
Kennwort: "Al Aaf säuft mit Jan"
Konto: 1154028092
Bei KSK Köln; BLZ 37050299
(P. S.: Nicht zu verwechseln mit der Aktion "Auf Ecstasy mit Jan")
Wortgewalt
Nun zur wahrscheinlich sprachbegabtesten Region der Republik. Dachte man bislang, dass der unbestrittene Sprachartist der Liga Andi Brehme heißt, bekam er letzte Woche Sonntag im DSF-Doppelpass unerwartete Konkurrenz aus den eigenen Reihen: Dings Dr. Wieschemann. Selbst Rudi Brückner konnte dessen angefangenen Sätze noch mit Sinn versehen. Wieschemann fand sich nachher peinlich und führte gesundheitliche Gründe an. Aber Wieschi, was war wirklich los? Samstag Nacht gesoffen? Oder isses chronisch? Angesichts dieser beiden Wortmächtigen fällt ein eloquenter Plauderer wie Supimario, der wo auch mal ein Bier trinkt und Zigarren raucht (hat er auch außerehelichen Sex?, geht er in den Puff?), schon gar nicht mehr auf.
Rest
BVB hat nach künstlicher Spannungserzeugung gemütlich gewonnen, wie immer. 1860 hat 3:0 gegen Werder gewonnen und Effenberg hat gespielt. Schade, dass ‚Kobra' Wegmann nicht mehr spielt, er hätte gut in den VW-Zoo gepasst. Und die langweiligste Mannschaft der Republik hat 3:0 in Hamburg gewonnen.
Al Aaf, 25.8.02

 Von Käfern und Wölfen
Kraft durch Freude heuer Plastic Passion Clubs
Da es beim (Bundesliga) Fußball nicht nur um den Stil geht, der auf dem Platz geboten wird oder um irgendwelche -mehr oder weniger- sympathische Vereinsmitglieder, sondern schon sehr darum, wer mit welchen Interessen hinter einem Klub steht, ist das Wochenende natürlich prächtig gelaufen.
Leverkusen kann von mir aus den attraktivsten Fußball im ganzen Kosmos spielen, der Verein bleibt eine Reklameabteilung von Bayer und hat bestenfalls in der in der Regionalliga was zu suchen. Schlimmer noch der VW Wolfsburg, der jetzt auch schon seit Jahren in der 1sten Liga nervt, wo doch eher der SV Alsenborn dort hingehörte als dieser Naziretortenortsportverein mit seinem neuen Auslaufmodell Effenberg.
Einen doppelten Sonderapplaus darum den beiden westfälischen Klubs, die durch ihre Siege die Hoffnung keimen lassen, das Wunder könnte geschehen, die beiden Unwürdigen gingen, samt ihren kalkulierenden Rechenknechten aus den Marketingabteilungen, den Bach runter.
Egon Zewe |
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mailto: headquarter@football-crazy.de
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| Ergebnisse |
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M'gladbach - K'lautern 3:0
Cottbus - Rostock 0:4
1860 - Bremen 3:0
Hamburg - FC Bayern 0:3
Bielefeld - Wolfsburg 1:0
Schalke - Hertha BSC 0:0
Leverkusen - Bochum 2:4
Dortmund - Stuttgart 3:1
Nürnberg - Hannover 3:1

Grüezzi!
Eigentlich wollte der FCK am Bökelberg nach dem besonders in Kaiserlautern bewährten Motto 'never change a losing team' in unveränderter Aufstellung antreten, aber dann blockierte ein Lendenwirbel die Aufstellung und so kam Verteidiger Dingenskirchen zu einem unverhofften Einsatz. Hier die Aufstellung: 1:Dings; 2: Dingens; 3:Dingsda; 4:Dingskirchen; 5:Dingsbums; 6:Dingensbums; 7:Bumsdings; 8:DaDingz; 9:Dingming; 10:Dingsrechts; 11:Dingslinks. Trainer Andi Mingding hatte vor dem Spiel verkündet, er habe die Anregung von Professor Walter Dingsjens sehr sehr ernst genommen, die Kommunikationsprobleme in der Mannschaft dadurch zu beheben, daß sich fortan nicht mehr alle mit Dings anreden, sondern die Hintermannschaft mit Dings und der Sturm mit Bums. Andi Mingding hat unter der Woche sogar kommunikatives Sondertraining abgehalten, bei dem die neue Spitznamen per Dauerzuruf trainiert wurden. Genutzt hat es nichts, wie das Ergebnis zeigt. Was soll ich machen, klagte Andi Mingding nach dem Spiel? Irgendeiner in der Hintermannschaft war immer zu blöd und hat plötzlich "Bums" gerufen. Andi Dingsbums steht jetzt verschärft auf der Abbumsliste. Aus Vorstandskreisen wurde inzwischen bekannt, daß der FCK demnächst alle Spiele mit einer neuen Form der Begrüßung beginnen wollen: statt eine dreifaches "Hip-hip-Hurra" soll es in Zukunft "Grüezzi-Grüezzi-Hahaha" heißen. Das werde zu neuem Selbstbewußtsein bei der Mannschaft und zur Verwirrung des Gegners führen und letzten Endes zum ersten Sieg des FCK!
Gerd Delle
 Wo ist Steinbrecher?
Beispielhaft
"Uneinschüchterbahre Frechheit, absolute Gesinnungslosigkeit, maßlose Selbstberäucherung, dialektische Gedankenjongliererei und hemmungslose Unbedenklichkeit in der Wahl der Mittel" benannte Egon Friedel, als die Hauptvehikel zum Ruhm und Erfolg, um aus der Meinung ein Geschäft zu machen. Das öffentlich-rechtliche Fernsehen hatte mal einen Bildungsauftrag, wie der aber gleich lautete, weiß keiner mehr so genau und seit es die Privaten gibt bemüht man sich eh nur noch möglichst rasant auf Blödzeitungsniveau zu gelangen. Nicht ist leichter als das, ein paar Tricks, die schon vor rund 100 Jahren gewirkt haben tun es auch heute noch wie z.B. der Griff ins Privatleben oder die scheinbare Objektivität, die den Tadel um so glaubwürdiger macht. Samstag führte Michael Steinbrecher, der Oberstreber unteren den Moderatoren, bespielhaft weitere Tricks an seinem Studiogast Georg Koch vor: Die Verdrehung von Tatbeständen und die Verdächtigung der Motive. Der unfair in die Ecke gedrängte Koch, getraute sich zwar nicht dem übereifrigen Möchtegern-Investigativ-Journalisten Einhalt zu gebieten wies aber darauf hin, dass es nicht an ihm sei solche Fragen zu beantworten. Antworten auf ihre stumpfsinnigen Fragen geben die Sportjournalisten sich eh am liebsten selbst und ansonsten laden sie sich Leute wie "Calli-Schnauze" ein, denen Sie dann unterwürfigst lauschen, um das gute weiße Rauschen im Hirn zu spüren.
Dona Mara
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