 Bald hat die arme Seele Ruh
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Ausweg aus der Hölle
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Schön aber war zu sehen wie bänglich, konfus, ja kopflos die Bayern besonders in den letzten beiden Begegnungen agierten. Die Siege wirkten da irgendwie nur noch lächerlich, als wäre das mit dem unverdienten Lohn ein zusätzlicher Hohn.
Oder bekommt das alberne Bild vom FC Hollywood nun doch noch seinen berechtigten Sinn? Wird alles nur gemimt? Hoeness, so sardonisch wie abgründig, nach den Stuttgart Spiel: „Im letzten Jahr fehlte die Spannung“.
Ist alles sogar noch viel schlimmer, kann es vielleicht so sein: Alles wird inszeniert, um Frevler wie mich zu foltern. Bin ich vielleicht schon tot und in der Hölle?
Allein wenn ich´s recht bedenke sind die Bayern für mich die Hauptsache an der Bundesliga. Alles was ich liebe ist längst in den Abgründen der Niederklassen vergangen.
Und dadurch endlich erzwinge ich Macht über die Roten, denn ich werde der erste einwandfreie Bayern Fan.
„Der Aspekt der verzweifelten Hingabe fehlt jedem, der sich für den FC Bayern entschieden hat. Und höchstwahrscheinlich ist es gerade das, was diesen Verein für Millionen Menschen so attraktiv macht.
Der natürliche Grundzustand des Bayern-Anhängers ist also nicht Verzweiflung, das Gefühl der Ausweglosigkeit und Schwäche, sondern Bayern-Anhänger leben in einem Ausgangszustand der Arroganz und Überlegenheit. Verzweiflung wegen und durch ihren Fußballclub ist diesen Menschen vollkommen fremd. Bayern-Anhänger sind keine Fußballfans, sondern Feiglinge, unfähig zu wahrer Hingabe, die das Risiko einschließt, tief enttäuscht zu werden.“ (Johannes Keller taz Nr. 5646 vom 28.9.1998)
Ab genau jetzt hat der FC Bayern einen verzweifelt mitleidenden Anhänger, der sogleich bänglich Gedanken wälzt warum Herr Hoeness denn folgenden Satz mit wenn, statt mit weil beginnt:
„Wenn wir im Frühjahr wieder beginnen, guten Fußball zu spielen, sitze ich am Ende wieder mit der Meisterschale da." Ist er sich etwa nicht sicher? Und sowieso, seit wann hat der FC Bayern guten Fußball nötig?  Längst beschlossen ist das Ende
Bald schon naht die Zeitenwende
Wer den Fußballgott versucht
Bayernpack, der ist verflucht
(Oberndörfer)
Egon Zewe, 15. 12. 2003 |
mailto: headquarter@football-crazy.de
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| Ergebnisse |
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Lautern - Schalke 0:2
Bochum - Frankfurt 1:0
Hertha BSC - 1860 1:1
Rostock - Köln 1:1
Leverkusen - Bremen 1:3
HSV - Freiburg 4:1
B. München - Stuttgart 1:0
M'gladbach - Dortmund 2:1
Wolfsburg - Hannover 2:1
 Treffsicherheit |
Fußball, die zweitgrößte Leidenschaft des Politkers an sich
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Jeder Verein hat die "Anhänger", die er verdient. Karottenfreund Edmund Stoiber weiß, dass der 9,5 Millionen Euro teure "Sebastian Deisler nie mehr fuer den FC Bayern spielt. Er sei dem Druck nicht gewachsen" und sei "eines der größten Verlustgeschäfte, die der FC Bayern je gemacht hat".
Frankfurts weiblicher "Großstadt-Vater" Petra Roth, pilgert laut "sport1" Woche für Woche gemeinsam mit Roland Koch, Josef Ackermann und Badesalz ins Stadion und glaubt fest an die Erstklassigkeit ihrer Mannschaft. Platz 16 genügt ihr dafür allemal, mal sehen was Ackermann, da machen kann, bürgen tut Koch sicher. Ein gutes Rezept kennt Kollege Peer Steinbrück: "Der Erfolg von Bern war Balsam für gestörte Seelen". Sein erfolgloser Vorgänger Clement, machte sich nicht nur über Medienzentren und Transrapids Gedanken, sondern auch über "Fußball und Politik": "Ich verrate kein Geheimnis: Wenn Politiker sich dem Thema Fußball nähern, dann tun sie das mit Respekt.

Ich sehe mindestens drei Gründe dafür Erstens. Seit jenem 4. Juli 1954 in Bern ist klar, dass die deutsche Nationalmannschaft die eigentliche Botschafterin Deutschlands in der Welt ist. Da kann auch ein Joschka Fischer nichts daran ändern.(...) Der zweite Grund für den Respekt vor dem König Fußball: Er macht uns Politikern das Sprechen leichter. Überdies auch vielen Managern und Journalisten.(...) Der dritte Grund für den Respekt vor dem Fußball liegt in den Quellen seiner Macht. Sie geht nicht aus einem Wahlsonntag alle vier oder fünf Jahre hervor, sondern sie entspringt Samstag für Samstag, Spieltag für Spieltag, der Begeisterung von Millionen von Menschen.(...)
Am Ende seiner Rede erblödet es sich Bill Shankly zu zitieren: "Wenn du nicht sicher bist, was du mit dem Ball tun sollst, hau ihn einfach ins Netz. Nachher können wir immer noch darüber diskutieren, welche Möglichkeiten du sonst noch gehabt hättest". Das sei die Lektion, die der Fußball der Politik in Sachen Pragmatismus geben kann. "Wer so an die Sache ran geht, im Fußball und in der Politik, der bleibt in der ersten Liga - und zwar ganz oben". Joseph Fischer,noch einer, der es mit eben den Prinzip ganz nach oben geschafft hat, teilt mit, dass Fußball des Mannes zweitgrößtes Glück sei, weiß aber zu berichten wie toll es für Afrika ist: "Der Weltfußballverband hat seit den sechziger Jahren afrikanische Vereine gefördert, später haben immer mehr große europäische Ligen afrikanische Spiele angeworben, die wiederum zu Hause eine Fußballbegeisterung ausgelöst haben. In anderen Worten: Eine kluge Verbindung von Infrastrukturhilfe, Know-How-Übertragung und Marktöffnung hat zu beeindruckenden Ergebnissen geführt".
Gruß von den Wahlhelfern 15.12.2003
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