17. Spieltag 13.12.-14.12.03

Eine liederliche Gastropode - die Napfschnecke
Immer wieder Liebesliga
Von Menschen und Mollusken

Der Körper der Mollusken besteht aus einem Kopf, einem fleischigen, muskulösen Fuß, einem Rumpf und einem Mantel (den Muscheln fehlt allerdings der Kopf). Merkmale, die auch einen guten Fußballer, Trainer und selbst Manager (siehe Ausnahme: Muscheln) nicht abgehen.
Allein hier hört die Ähnlichkeit nicht auf, denn die Triebveranlagung scheint ebenfalls ähnlich gelagert.
 
In einer "BBC-Dokumentation" über die gewöhnliche Molluske heißt es: "Die Molluske ist ein geiler kleiner Kerl, dessen primitives Gehirn kaum vom Thema: ‚Na-Sie-wissen-schon' abkommt.
Der geilste Gastropode ist die Napfschnecke.
Dieses heißblütige kleine Biest mit seiner zeltartigen Schale ist immer am Ball."
Und wer mit Bunte dran bleibt, erfährt nicht nur wie es bei den Spielern abgeht, sondern auch, wie es beim "FC Bayschlaf" um die "Arbeits"-Moral im Management bestellt ist.
Sieht so der sechzehn Stunden Tag eines Managers aus Herr Rummenigge?
12.00 Uhr: Geschäftsessen 15:00 Uhr: Kohabitation…, ach wissen Sie was den Rest mag ich gar nicht wissen.

Die gemeine Kamm-Muschel

In Ihrem Betragen ähneln sie der Kamm-Muschel, die in Punkto Verderbtheit nur der gemeinen Venusmuschel nachsteht. Man sieht es ihr von außen nicht an, aber sie ist "eine regelrechte Hure, eine Metze, eine Schlampe, ein zynisches, von Bett zu Bett hüpfendes, knackbrüstiges, rabelaissches Meeresfrüchtchen, gegen die Fanny Hill aussieht wie ein toter Papst…"
Fragen Sie mal Strunzdumm, warum die Spielerfrauen - egal bei welchem Wetter - immer mit Sonnenbrille auf der Tribüne hocken. Die Spielerfrauenmänner dürften wenig Anteil daran haben, da die ja vor dem Spiel brav den Samen sparen, um nichts an Karma verlieren (Lehre der Yogi) und keine weichen Knie zu kriegen (US-Studie, was sonst), einzig gegen die weiche Birne hilft das nicht.

Pelé besuchte Wien um gemeinsam mit Expertin Gerti Senger über fünf Jahre blaue Potenzpille Viagra zu feiern. Die Botschaft des pensionierten Meisterkicker ist : Redet mit dem Arzt über Erektionsstörungen - er kann helfen!

In Südamerika hält man sich an diese Lehren nicht, aber ist das besser?
Zu sehen wie Pelé fünf Jahre Viagra in Wien "feiert" lässt anderes vermuten.
Ein Glück, dass es die Ausnahmegestalt Franz Beckenbauer gibt, der hat keine Probleme mit dem Nachwuchs.

Endlich ein Ball!
Endich ein Ball!

Dona Mara, 28. 12. 2003

 

mailto: headquarter@football-crazy.de

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Ergebnisse
Köln - Hertha BSC 3:0

Bremen - Rostock 3:0

Frankfurt - Hamburg 2:3

Freiburg - B. München 0:6

Stuttgart - Leverkusen 2:3

1860 - M'gladbach 1:2

Dortmund - K'lautern 1:1

Hannover - Bochum 2:2

Schalke - Wolfsburg 1:1

Lienen weiß nicht weiter
Meyers Mut zur Lücke

Zettel: Keinen Kasten in Berlin?


Da ist er also geflogen, der Holländer, der bereits weiland auf Schalke maßlos überschätzt war. An seiner Statt scheucht jetzt DDR-Urviech Hans Meyer die Herthaner über die Übungsplätze präannektierter Ferieninseln, hat, wie es so üblich ist, "Garten und Frau" (Reihenfolge?) entsagt und möchte innerhalb von fünf Monaten die Champions League erreichen, ansonsten ist Schluss mit Trainerschein.

Für seinen Mut verdient der rüstige Meyer jedenfalls Respekt. Mission Klassenerhalt könnte bei der 1a-Adresse Hauptstadtklub nämlich verdammt unerfüllbar sein. Der Kader ist ein Haufen zusammengekegelter Routiniers, versetzt mit Zweitware aus Brasilien, einigen Quotenberlinern und dem (körperlich) sensiblen Ausnahmefall Marcelinho. Ein gutes Konzept, wird Bruder Höni mit Stevens gedacht haben, am Ende hat aber nur einer überlebt. Meyer wird es egal sein, nach Saisonende warten Garten und Frau, und mit dem eingesackten Sondersalär wird der ein oder andere exotische Blumensamen schon mal erschwinglich. Den begeisterten Pessimisten unter uns bietet sich allerdings folgendes Szenario: 2006 ist WM in Deutschland, und die Vorzeigestadien in den Vorzeigestädten Berlin, Köln und Dortmund gehören irgendwelchen Zweitligaklubs. Wiederaufstieg verpasst, Zwangsabstieg (Dortmund) nicht verkraftet. Fortuna Düsseldorf lässt grüßen (und spielt plötzlich wieder in derselben Liga).

Wie man im (t)ollen Stadionheft "Wir Herthaner" verfolgen kann, hat Hertha schon in den 80ern zwei oder mehr peinliche Runden durch Liga 2 drehen müssen. In der Saison 83/84 kam es sogar zu zwei Derbys gegen den SC Charlottenburg, im Hinspiel spielte man vor der Saisonrekordkulisse von 24345 Zuschauern 1:1. Was im Westen keiner weiß: Die Hertha stammt ursprünglich aus dem Wedding, einer in der Blütezeit der Weimarer Republik berüchtigten Arbeitergegend, die inzwischen zu Grunde wiederaufgebaut und saniert wurde. Mittlerweile ist die Hertha mitsamt des Riefenstahl-Gedächtniskessels selbst im bürgerlichen Charlottenburg ansässig, die Arbeiterfedern schmücken die Helme vom FC Eisern Union aus Köpenick. Hier würde ich zwar gerne schreiben "Die Union wartet schon", aber auf die Union wartet schon die Tennis Borussia in Liga 3 (so sie denn aufsteigt). Könnte also sein, dass "Medienliebling" (Tagesspiegel) Meyer, der einst in Gladbach das angstschweißnasse Handtuch warf (sein Abschiedsspiel ging 2:2 aus, wir und andere berichteten), ziemlich auf die käufliche Nase fällt. Vielleicht schafft es Lieblingsersatzmann Lienen ja zur Nachfolge. Zum August in Liga 2, Auftaktspiel in Wuppertal.

Gainsbarez, Berlin 13.1.4