18. Spieltag 31.1.-1.2.04

Der Kölner Erzbischof Josef Frings rechtfertigte in seiner Sylvesterpredigt (1946) den Diebstahl von zum Überleben notwendigen Gütern, wenn man sich in einer existenziellen Notlage befindet. Das Erleichtern der Kohlewagen wurde kurze Zeit später als 'fringsen' bezeichnet
Fringsen
Kardinalfehler Frings

"Ich bin von der Schrittfrequenz nicht mehr hingekommen. Wenn ich den Ball hätte einschieben können, hätte ich das auch gemacht",
so die etwas dürftige Erklärung des Herrn Frings zu seiner scheinbar unbegreiflichen Schwalbe. Wenn schon vertuschen, dann hätte er nahe legen sollen, dass er wegen der Meidbewegung auf Rosts Attacke zu Fall gekommen sei.
 
Dabei braucht der Mann wegen seiner - mutmaßlich - eigentlichen Motive gar nicht so genierlich sein, denn es wäre der seltene Fall eines besonders scharfsinnigen Unterschleifs gewesen, den man wegen seiner Findigkeit, trotz grober Unfairness, einfach hätte dulden müssen.
 
Ich vermute nämlich, Herrn Frings wurde augenblicklich klar, als er den Rostigen auf sich zusegeln sah, dass mehr drin war als ein schnöd eingelochtes Ei. "Geh ich jetzt sauber Parterre", funkte es wohl im Hirnkasten, " dann bekomm ich ´nen Elfer und der olle Kollege sieht als letzter Mann die Rote."
 
Damit wäre das Spiel gelaufen und ein zweifacher Brummer mit einem Umschlag geschlagen…. Allein, Schiris und Elfer sind nicht immer berechenbar und wenn hier beide aussetzen, mutet das Experiment wie ein Kardinalfehler an.
 
Gleichwohl, ich sage: Guter Versuch. Solche Gelegenheiten spendet das Leben ja nicht oft. Da soll man mal was wagen. Wär´ die Chose gelungen, man hätte das Ganze unter "fringsen" als lässlich und zugleich rundweg passend abtun können.

WM 2002 Halbfinalspiel gegen die USA - Deutschland gewinnt 1:0
Als das "fringsen" noch half

Egon Zewe, 1. 2. 2004

 

mailto: headquarter@football-crazy.de

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Ergebnisse
Dortmund - Schalke 0:1

Köln - Gladbach 1:0

1860 - Lautern 2:1

Stuttgart - Rostock 2:0

Bochum - Wolfsburg 1:0

Frankfurt - B. München 1:1

Hannover - Hamburg 3:2

Bremen - Hertha BSC 4:0

Freiburg - Leverkusen 1:0

'Sag die Wahrheit' - Ratefüchslein anno 2003
"Sag die Wahrheit"
"Nicht nur Ding"

Gut war die Replik Thomas Schaafs auf Gerd Dellings Meisterschaftsfrage,
Besser noch die Reaktion Hans Meyers auf Michael Antwerpes und
Am Besten Paul Breitner, der sich mal wieder selbst geantwortet hat.
 
Reporter Delling, lässt in seiner wohl ausformulierten Frage vier mal das Wort Meisterschaft fallen und da er aus journalistischer Erfahrung, weiß wie blöd die meisten Befragten - zumal im Fußball - sind, fasst er nach:
Sie haben kein einziges Mal das Wort Meisterschaft in den Mund genommen, woraufhin Bremens stilsichererer Trainer im galant bedeutet, das Herr Delling es bereits so häufig gesagt habe, dass er nicht für nötig gehalten habe, es noch einmal zu wiederholen.
 
Michael Antwerpes, dieser personifizierte Rechenknecht, sollte sich auf die Lügen-Show "Sag die Wahrheit" mit seinen quietschfidelen Ratefüchslein zurückziehen.
Die Wahrheit, der Zuschauer und seine Nasenscheidewände würden es ihm danken.
Zum Glück, wusste Hans Maier sich aus dem Reporter-Joch zu winden, indem er der grenzenlosen Dummheit der antwerpenschen Frage mit einem fassungslosen Lacher begegnete und dann die Kraft fand, zu erklären, was nach der 4:0 Schlappe in Bremen in ihm vorging, Chapeau.
 
Paule Breiter "Mittendrin" statt nur dabei hat "seinem verpfuschten Leben, die Krone aufgesetzt und sich als Vollidiot offenbart", sagte ein Freund und drückte den Ausknopf.
 
Im DSF kommentierte der "Fußballexperte" die Sonntagspiele, als habe er soeben die Spiele in Augenschein genommen, rüffelt dann en passant das Leverkusener Spiel und lobt im gleichen Atemzug, den EM-Sieg der Handballdeppen, dessen Spiel er die ganze Zeit mit Spannung live verfolgt hatte.
 
"Fußball ist Ding, Dang Dong. Nicht nur Ding." (Trappatoni)
Also demnächst bitte ein bisschen mehr Dang, Dong, sonst gibt es auf die Ohren von

Dona Mara, 1. 2. 2004