Und schon ist es wieder so weit: Der Sommer
verschwindet in den Fotoalben, die Bundesliga kommt in den vierten
Spieltag und atmet bereits die lähmende Routine, die bis in den nächsten
Frühling dauern wird. Der FC Bayern München gewinnt ein
trostloses Jubiläumsspiel, der SV Werder Bremen steht an der
Spitze. Was sich nach Spieltag 5 geändert haben wird.
Der BV Borussia 09 Dortmund, in der zweiten
Tischtennis-Liga gar nicht so schlecht (Sieg über Werder),
verliert beim 1. FC Köln mit 0:1-Toren. Was damit demonstriert
wird? Dass die gelb-schwarze Jubeltruppe auch in dieser Saison
nicht fähig ist, Überlegenheit und Konstanz an den Tag zu legen.
Die einzige Sensationshoffnung könnte der VfB Stuttgart bieten,
der im Vergleich zu letztem Jahr tatsächlich auch einen guten
Start vorlegen konnte. 10 Punkte, kein Gegentor.
Als vernunftbegabter Fußballfan hofft man ja
immer auf „negative Überraschungen“: Also auf vermeintliche
Spitzenclubs, die am Rande der Existenz taumeln. Von Lautern kennt
man das ja schon aus der vorherigen Saison. Neu in der Region sind
die Hertha und der HSV: Erstere sorgen für neue Statistiken. In
der Hauptstadt beschäftigen sich die Sportredaktionen hauptsächlich
mit Geschichte: Wann fiel das letzte Tor? Wer startete noch
torloser in eine Saison (Lösung: Der VfL Bochum)? Vor dem
Frankfurt-Spiel konnte man sogar lesen, welche Berliner 1978 und
1980 bei den 5:0 und 4:0-Erfolgen im Waldstadion treffen konnten.
(1980 waren das Agerbeck (2), Toppel und Diefenbach (Bild oben);
die Hertha stieg am Ende der Saison ab). Es spukt der Geist von
TASMANIA durch die dunklen Schluchten der Metropole...
Und in Hamburg, der neuen Hauptstadt der
Schwulenbewegung? Da liegt noch der klobige Ligapokal dermaßen
schwer im Magen, dass Fußballspielen unmöglich geworden scheint.
Funky elf Gegentore! Und wann hat man zuletzt so kläglich gegen
die Bayern verloren, so völlig ideenlos, uninspiriert und feige?
Am 24. August des letzten Jahres. Es ist ja immer dasselbe. Zum Glück
ist jetzt Bundesligapause, sprich Pokal und Länderkicks. Ein
Pausenbrot, das manchen hoffentlich nicht zu hart schmecken wird.