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| AUGE
UM AUGE |
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Seit O. Kahn keinen Sex mehr hat, hat er ein
Augenproblem. Na, irgendwas muss man halt haben, um in die Zeitung
zu kommen. Ist halt nicht viel los. Gut, da ist dieser Reuma-Kai,
ansonsten steht den Bayern nach der letzten Double-Saison eher
eine durchwachsene Spielzeit ins Haus. Wackeldackel in der Abwehr,
das Lazarett so groß wie eine Wurstfabrik und das größte
Stadion haben sie auch nicht mehr. Und vielleicht lassen sich die
6 Tore gegen Niedersachsen-Clubs (Hannover!! Wolfsburg!!!) auch
besser mit einer mysteriösen Bindehautentzündung erklären...
Vor dem Spiel gegen Lieblingsgegner
Windelweich Leverkusen trötete Herr Kahn also in jedes Mikro:
Scheiß Ärzte, mieses Contargan, Cortison, was auch immer, aber
diese Antibiotika jetzt haben voll angeschlagen, alles kein
Problem mehr! Ich sehe jeden Ball! Der Plan wäre auch fast
aufgegangen. Nur hatte der neue "Auge" nicht mit dem
WAHREN Auge gerechnet. Der ruht nämlich jetzt auf der
Leverkusener Bank und hat mit Angsttraditionen nichts zu tun. Und
wären seine Jungs eine kleine Nummer cooler gewesen, würden die
Schlagzeilen morgen lauten: AUGE KAM, SAH UND SIEGTE oder AUGE
BLICKT DURCH. Immerhin gab es den ersten Punkt, und Kahn gleich
drei Tore aufs Auge gedrückt. HAHA! (Und für Leverkusen heißt
es mal wieder: Auf dem 2. sieht man besser.)
Aber genug aus der Wortspielhölle. Hinein
ins echte Verderben. Aus Stuttgart wird folgendes gemeldet:
SITZSTREIK GEGEN STANDFUSSBALL - BVB-HERZEN STEHEN STILL. Sammers
Mimosen, gehetzt von Medien, Verantwortlichen, und seit neulich
sogar von Steuerfahndern und Rechnungsprüfern aus Arbeits- und
Sozialamt, lullen sich zu einem 0:1 bei Felix' Minimalistentruppe
(nächste Saison Seria A, statt den Bayern) und können nicht
pünktlich zu Mami, weil der Aufstand bzw. eben nicht der
Aufstand, sondern das Sitzenbleiben der Fans die Abfahrt des
Busses verhindert. Und so wird's weiter gehen:
Nach dem kläglichen 1:1 gegen Freiburg und dem peinlichen Aus in
der 1. Runde des UEFA-Cups schmeißt Sammer hin (ihn rauszuwerfen,
traut sich ja irgendwie keiner) und nach einer Tortenschlacht bei
der Hauptversammlung der Aktionäre nach der skandalösen
Amoroso-Entlassung ("Disziplinarmaßnahme", so
Interims-Coach und Manager M. Zorc, genannt Zorro) - die BVB-Aktie
ist inzwischen für 1,50 Euro zu haben - wird in einem letzten
Verzweiflungsakt entweder Werner Lorant oder Christoph Daum
verpflichtet. Im ersten Fall schafft die zerrüttete
Borussen-Mannschaft es weiterhin nicht, Konstanz zu zeigen. Als
besonders peinlich bleibt die 1:7-Niederlage bei den Bayern vom 8.
November 2003 in Erinnerung. Nachdem der BVB im anschließenden
Heimspiel gegen Leverkusen (ein unglückliches 1:2) vor einer
Geisterkulisse spielen musste - "Der Aufstand der Fans"
ist diesmal ein Wegbleiben, lediglich die 400 mitgereisten
Leverkusen-Fans sowie 1700 Unverbesserliche verlieren sich im
Stadion - erklärt der gesamte Vorstand um Zorro und Nienieniebaum
seinen Rücktritt. Neupräsident Norbert Nickel ernennt 4
Spieltage vor Saisonende nach einem 0:0 gegen Hansa Rostock Udo
Lattek zum neuen Trainer. Mit Hängen und Würgen schafft der BVB
den Klassenerhalt mit einem 3:3 in Lautern (drei Ewerthon-Tore
nach 0:3-Rückstand), Lautern steigt ab, der BVB muss sich
allerdings von acht Leistungsträgern trennen, auch das Stadion
wird an einen Sponsor verkauft. Nach einer weiteren
skandalgeplagten Saison inklusive Fans-retten-den-Verein-Aktion
nach Zurückumwandlung der insolventen AG in eine GmbH steigt der
BVB im Mai 2005 in die zweite Liga ab. In der anderen Variante -
Christoph Daum statt Lorant - geht ein Ruck durch die Edeltruppe,
und nach einer Serie spielt die Mannschaft bei den bereits
abgestiegenen Lauterern am letzten Spieltag um die deutsche
Meisterschaft. Nach drei Ewerthon-Toren steht es 3:3, als in der
letzten Minute ein langer Ball auf den Kopf von Miro Klose
fällt...
Dem
Fußballgott zum Gruß,
Gainsbarez 21.9.3
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| FC,
FUNKEL, FACH & FRAUEN
Nachdem
nun Gladbach den Anfang mit Trainer-Entlassen gemacht hat, dürfte
die Hemmschwelle in puncto Funkel bei den FC –Funktionären
sinken, noch eine Niederlage und fuckin‘ Funkel goes. Schade, dass
Gladbach mit Fach schon einen Neuen hat, sonst hätte man den Spieß
vielleicht mal umdrehen und F. F. zum Nachfolger von Lienen machen können,
ihn vielleicht dorthin hätte transferieren können. Ansonsten muss
sich Funkel wieder Vorwürfe gefallen lassen: „Abwehr-As“
(Express) Klos, der von K‘lautern keinen Vertrag mehr bekommen
hatte, durfte spielen, während der bei 60 München bessere Sichone
sitzen musste, wohl nur, weil F. sich diesen Spieler ausgesucht hat.
Und, wer nach 25 Min. 0:2 hinten liegt, kann nicht wirklich gut
gespielt haben. Und auch die ersten, angeblich guten Spiele, waren
gegen 1. Gladbach, seither 1 Punkt, 2. Lautern, heute 2. Sieg, 3.
Schalke, einziger Sieg, 4. Dortmund, seit 10-15 Spielen auswärts
sieglos, 5. 60, ja gut, 6. VW, auswärts keine Leuchte. Na ja, egal,
schaue gerade Frauen-WM, Brasilien-Südkorea, mit Spielern namens
Katia, Daniela, Marta, Andrela - das sind Namen, während die Skos
ihrer Männermannschaft ähneln, richtiger Fußball.
In
diesem Sinne,
Al
Aaf, 21. 9. 3 |
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mailto: headquarter@football-crazy.de
home
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| Ergebnisse |
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Bremen - 1860 2:1
VfB - BVB 1:0
FC - Wölfe 2:3
HSV - Hansa 2:1
Sportclub - Schalke 2:1
Bochum - Hertha 2:2
Hannover - Gladbach 2:0
Bayern - Bayer 04 3:3
Eintracht - Lautern 1:3

Erster! Zettel-Ewald
hat ausgeträumt
Ich bin ja grundsätzlich für Trainerrauswürfe. Egal, ob sie jetzt etwas
bringen oder nicht. Aber diesmal muss ich sagen: Gladbach-Offizielle, noch
bei Trost? "Äh, nee" bzw. "Wir sind meilenweit von unserem
Saisonziel entfernt." - So das Statement der Rauswerfer. Fragt man
sich nur, was denn in Gladbach so weltfremd als Saisonziel vorgegeben
wurde. Vielleicht die erste Meisterschaft seit Punk 1977 (und zwar als
Start-Ziel-Sieg)? Der Weltpokal? Ich finde, mit Platz 16 (nach den
Sonntagsspielen) steht Gladbach genau da, wo es hingehört. Und das
Saisonziel kann nur Platz 15 geheißen haben. Da sind wir doch mal
ehrlich.Muss also andere Gründe
gehabt haben mit Zettel-Ewald. Dumm nur: Es will niemandem einer
einfallen. Saß der Superstar-Trainer bereits händereibend und geschmiert
im Hintergrund? Nein. Der Nachfolger heißt Holger Fach. Gab es neuen
Ärger mit der Bild? Querelen in der Mannschaft? Nee, auch nicht. Es gab
nur eine Niederlage gegen Frankfurt - und so was kann doch mal passieren,
Jungs! Wieso gleich diese Panik?
Vielleicht steckt auch ein neuer
Bundesliga-Skandal dahinter: Gladbachs Schatzmeister hatte bei der
Rauswurf-Wette halt alles auf Lienen gesetzt. Und nun drohte es mit Gerets,
Jara, Funkel, Sammer und Hitzfeld spannend zu werfen, äh werden.
Insofern: Glückwunsch, Gladbach! Erster!
Gainsbarez

Noch
mehr aufs Auge
Leverkusen
musste sich also einen urbayrischen Trainer holen, um endlich mal wieder bei
Bayern zu punkten. Und wenn sich in der nächsten Saison vielleicht die Möglichkeit
ergibt, vor dem Spiel aufs Oktoberfest zu gehen, klappts auch mit dem
Gewinnen. Oder in Lederhosen spielen. Und übrigens, seit es bei dem Kölner
Vorort wieder läuft, lässt sich deren Manager Rainer C. wieder unerträglich
oft und vor allem unerträglich jovial-aufgeräumt in seinem unerträglichen
pseudo-rheinischen Singsang im TV sehen, und erzählt und erzählt und erzählt,
über neue Frau, Kinder zeugen (die arme Frau, vor allem unten) und Udo
Latteks Entleerungsrituale („Wenn der Udo irgendwo einen Haufen macht,
sagen die Leute, och, guck mal, das hat er aber schön gemacht!“), gesehen
am letzten Montag bei „Beckmann“ und heute früh beim
„DSF-Doppelpass“. Oder, kurz gesagt, hält man Rainer C. ein rotes Kabel
vor die Nase, zieht er so lange daran, bis die Kamera vor ihm steht.
Al Aaf
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